Du wünschst Dir eine Katze, hattest aber noch nie eine? Kein Ding! Es gibt Katzen für Anfänger: Diese Katzenrassen sind echte Anfängerkatzen.

• Einige Katzen machen den Start leichter als andere.
• Vom Züchter müssen diese Katzen nicht zwingend kommen.
Was macht Katzen für Anfänger aus?
Der wichtigste Tipp in diesem Ratgeber vorab: Welche Katzen für Anfänger geeignet sind, also als Anfängerkatzen gelten, lässt sich in einem Artikel pauschal nicht beantworten. Der Grund dafür ist einfach: Jeder Mensch ist anders.
- Eine junge Familie, die zum ersten Mal einer Katze ein Zuhause geben möchte, bevorzugt wahrscheinlich eher ein robustes, lebhaftes Tier, das gut mit Kindern zurechtkommt.
- Senioren, die vor allem gern Zeit mit einer Samtpfote verbringen wollen, wünschen sich oft eine möglichst ruhige, anschmiegsame Katze mit geringem Bewegungsdrang. Dann sind beispielsweise besonders verschmuste Katzenrassen zu empfehlen.
Und dann ist da noch die Frage, wie viel Aufwand man betreiben möchte, kann oder will: Katzen einer Rasse mit Kurzhaar benötigen oft weniger Pflege und eignen sich deshalb in der Regel besser für Anfänger. Es gibt aber auch Katzenneulinge, denen gerade das Bürsten des flauschigen Fells viel Freude bereitet. Sie verbringen ausgesprochen gern Zeit damit, die Katze zu pflegen.
Am einfachsten findest Du die für Dich perfekte Anfängerkatze übrigens, indem Du unseren allerletzten Tipp (siehe ganz unten im Text) beherzigst. Aus eigener Erfahrung können wir sagen: So entstehen am einfachsten echte Traumpaare.
Sechs Katzenrassen für Anfänger
1. Britisch Kurzhaar (BKH)
Die Britisch Kurzhaar, auch BKH genannt, ist die gemütlichere, aber doch recht ähnliche Alternative zur Europäisch Kurzhaar (EKH). Diese Katze besitzt ein kurzes, pflegeleichtes Fell.
Ihr Körper ist etwas rundlicher und kompakter als bei der EKH. Und sie bringt eine besonders bezaubernde Eigenart mit: Sie gehört nämlich zu den Katzen mit den schönsten Augen.


2. Russisch Blau
Ein wunderschönes blau-graues Fell ist das Merkmal dieser Katzenrasse. Die Tiere bestechen mit ihrem intelligenten, ruhigen und zugleich verspielten Wesen.
Fremden gegenüber sind die eleganten Stubentiger mit dem faszinierenden Kurzhaar eher zurückhaltend. Die Russisch Blau hat gern einen geregelten Tagesablauf. Ihr kurzes Fell ist pflegeleicht.
3. Maine Coon
Die Maine Coon ist eine besonders stattliche Katze: Kater können schon mal bis zu neun Kilogramm auf die Waage bringen! Das Fell ist dicht und halblang. Du solltest also etwas Zeit für die Pflege einplanen.
Der Charakter dieser Katze ist einfach wundervoll: Die Maine Coon ist intelligent, verspielt und ein eifriger Jäger. So manche Katze dieser Rasse liebt es außerdem, Dinge zu apportieren.


4. Siamkatze
Die Siamkatze ist ähnlich wie die Maine Coon der Hund unter den Katzen. Die schönen Tiere mit den blauen Augen sind sozial und kommunikativ. Ihre Pflege kostet etwas Zeit, die Du Dir nehmen solltest.
Wegen ihres lebhaften und zugleich gutmütigen Temperaments eignen sich Tiere dieser Rasse meist gut als Familienkatzen.
5. Perser
Bist Du ein ruhiger, gemütlicher Mensch, für den das Aussehen sehr wichtig ist? Prima! Mit der Perserkatze hast Du Deinen Traumpartner gefunden! Die Perserkatze ist eine erhabene Schönheit, die sich als Sofa-Tiger einfach am besten fühlt.
Ihr langes, seidiges Fell braucht allerdings viel Pflege. Aber sieh es positiv: Bei der Fellpflege der Samtpfote kannst Du auch gleich die Bindung zur Katze stärken.


6. Ragdoll
Kuschelig ist das Fell auch bei der Ragdoll. Die Schmusetiger sind menschenbezogen und freundlich. Das friedliche, gutmütige Tier schätzt die Gesellschaft und fügt sich perfekt in die Familie ein.
Die Halblanghaar-Katze gehört neben der Maine Coon zu den fünf größten Katzenrassen der Welt.
Die richtige Anfängerkatze für jeden
Die meisten Rassekatzen werden seit Generationen für die Haltung in der Wohnung gezüchtet. Das ist schon einmal gut. Es kommt aber auch auf die dort lebenden Menschen an.
Da Anfänger nicht gleich Anfänger ist, findest Du oben im Ratgeber einige Tipps für Katzenrassen mit unterschiedlichen Bedürfnissen:
- für Ruhe liebende Einzelpersonen und Paare,
- für Familien mit Kindern, bei denen es schon mal etwas lebhafter zugeht und
- für echte Fellpflege-Fans.
Überlege Dir genau, welche Katze welcher Rasse am besten zu Deinem Leben bzw. dem Leben Deiner Familie passt. Umso besser sind die Chancen, tatsächlich die perfekt für Dich geeignete Anfängerkatze zu finden.

Diese Rassen sind keine Katzen für Anfänger
Hybriden
Die Frage, welche Katzenrassen für Anfänger eher ungeeignet sind, lässt sich übrigens deutlich leichter in diesem Ratgeber beantworten: Dazu gehören beispielsweise alle Hybriden, also Kreuzungen von Haus- und Wildkatzen, mit einem hohen Wildkatzenanteil. Ebenfalls ungeeignet sind in der Regel hochgezüchtete Tiere mit einer erhöhten Anfälligkeit für Gendefekte.
Tiere vom Vermehrer
Generell ist ein Tier vom seriösen Züchter die bessere Wahl als eine vorbelastete Katze vom verantwortungslosen Vermehrer. Wird die womöglich noch über das Internet gekauft kann man fast darauf wetten, dass das arme Kitten nicht tiergerecht aufgezogen wurde und sehr sicher Probleme mit der Gesundheit mitbringt. (Kaufe deshalb bitte nie ein Tier aus solchen unseriösen Quellen!)
Katzen, auf die Du allergisch reagierst
Leidest Du an einer Katzenhaarallergie, spielen ganz andere Auswahlkriterien beim Suchen und Finden einer geeigneten Anfängerkatze eine Rolle, u. a. natürlich Deine Gesundheit! Dann bist Du wahrscheinlich hier genau richtig: Diese Katzenrassen eignen sich (eher) für Allergiker.
Katzen für Anfänger vom Bauernhof?
Kommen wir zu einem Klassiker der Anfängerkatze: Die kurzhaarige Hofkatze ist sozusagen der Prototyp, von dem letztlich fast alle Katzenrassen abstammen. Die Vorfahren aller Stubentiger kamen einst als Kitten auf dem Bauernhof in ländlich geprägter Umgebung zur Welt. Dort erfüllten sie ihre Aufgabe als Mäuse- und Rattenfänger und bestimmten den Tages- bzw. Nachtablauf eigenständig.
Bauernhofkatzen sind bei rechtzeitiger Gewöhnung an den Menschen meist liebevolle und sehr anhängliche Geschöpfe. Nicht alle Tiere vom Bauernhof eignen sich jedoch als reine Wohnungskatze. Sie verfügen oft über einen ausgeprägten Freiheitsdrang und ein allgemein lebhaftes und bewegungsfreudiges Wesen.
Diese Kitten bzw. Katzen benötigen daher ausreichend Auslastung für den Körper und das Köpfchen. (Die besten Intelligenzspiele für Katzen haben wir hier für Dich.) Ein Haus mit Garten ist für sie ideal – oder ein Mensch, der sich viel und gern mit ihnen beschäftigt. Abgesehen von diesen Ansprüchen sind Hofkatzen robust und pflegeleicht.
Der beste Tipp: Eine Katze aus dem Heim als Anfängerkatze
Natürlich ist es einfach, sich auf der Suche nach einer Anfängerkatze an bestimmten Rassen zu orientieren. Und ebenso natürlich ist es, sich von einem zuckersüßen Kitten vom Züchter verzaubern zu lassen.
Überlege Dir dennoch unbedingt einmal, ob nicht vielleicht eine Katze aus dem Tierheim für Dich infrage käme. In den Heimen warten unzählige kleine Seelen auf ein neues Zuhause – oft schon seit vielen Jahren.
Dein Vorteil als Katzenanfänger ist dabei dieser: Über dort abgegebene Katzen und Kater gibt es in der Regel zahlreiche Informationen – oft auch zum Charakter. Die Chance, am Ende wirklich die für Dich ideale Anfängerkatze fürs Leben zu finden, ist daher bei einer Tierheimkatze deutlich größer als bei einem Rassetier vom Züchter.
Einer unserer wichtigsten Tipps in diesem Ratgeber ist deshalb: Nimm Dir unbedingt die Zeit, auch einmal im Tierheim nach einer geeigneten Katze zu sehen. Die „Katze im Sack“ kaufst Du dort keineswegs. Im Gegenteil: Hier bekommst Du wichtige Tipps und Informationen zur Gesundheit und zum Charakter des Tiers. So kannst Du Dich deutlich besser auf den Vierpfoter einstellen als bei einem Kitten vom Züchter. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du hier den perfekten Partner auf vier Pfoten findest, ist sehr, sehr hoch.
Wir senden Dir einen herzlichen Dank, wenn Du einem Tierheimtier eine Chance gibst! ♥
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Ich bin Tom Munch, freier Autor und Herrchen von „Finchen“, einer kleinen Dackel-Labrador-Mix-Hündin (so vermute ich) aus dem Tierschutz. Für AusLiebezumHaustier.de schreibe ich hauptsächlich über die Nassnasen und Schwänzchenwedler dieser Welt. ♥
