Diese Hunde sitzen besonders lange im Heim

Zahllose Hunde warten im Heim auf ein neues Zuhause. Doch manche Tiere sitzen dort besonders lange. Unglaublich, aber nicht nur die Rasse, sondern auch die Fellfarbe spielt dabei eine Rolle.

Diese Hunde sitzen besonders lange im Heim.
Alte Tiere finden grundsätzlich schwerer ein neues Zuhause als junge. ©Halfpoint/iStock

Hast Du schon einmal über die Anschaffung eines Hundes aus dem Tierheim nachgedacht? Dann hast Du Dich sicher bereits auf den Internetseiten verschiedener Heime informiert und eventuell sogar schon Deinen potenziellen Traumhund gefunden.

Doch einige Vierbeiner werden dabei immer wieder übersehen oder „aussortiert“ und haben kaum eine Chance auf ein neues Zuhause. Die Gründe dafür sind zum Teil fast schon absurd.

1. Der Hund ist alt

Alte Tiere finden grundsätzlich schwerer ein neues Zuhause als junge. Das hat unterschiedliche Ursachen. Vielleicht zählst Du auch zu denjenigen, die glauben, dass sich ältere Semester weniger gut erziehen ließen. Das stimmt aber nicht.

Möglicherweise verlangt ein alter Hund etwas mehr Ausdauer von Dir, denn die Umgewöhnung fällt ihm schwerer. Doch etliche alte Tierheimhunde befolgen die Kommandos sogar besser als Junghunde, die noch keine Erziehung genossen haben.

Einige Menschen möchten keinen alten Hund adoptieren, da das Tier nicht mehr lange legen wird. Das ist zwar nachvollziehbar, aber hat es nicht gerade ein altes Tier verdient , seine letzten Jahre auf angenehme Art und Weise verbringen zu können?

Lies dazu auch: Alter Hund – Das ist jetzt wichtig für Dein Tier

2. Der Hund ist krank oder hat eine Behinderung

Kranke Vierbeiner benötigen häufig lebenslang Medikamente, die ordentlich ins Geld gehen können. Falls Dich die auf Dich zukommenden Kosten davon abhalten sollten, ein krankes Tier aufzunehmen, musst Du überlegen, ob Du überhaupt einen Hund halten willst und Dir dies leisten kannst. Denn krank werden kann jedes Lebewesen irgendwann.

Oft ist es auch so, dass die Kosten für regelmäßig einzunehmende Medikamente vom Heim für die gesamte Lebensdauer des Tieres übernommen werden. Frage unbedingt nach, welche Lösungen es gibt.

3. Der Hund zählt zu den sogenannten Kampfhunden

Leider sitzen viele sogenannte Kampfhunde im Tierheim. Dabei treffen die ihnen häufig nachgesagten Eigenschaften hinsichtlich ihrer Aggressivität und Angriffslust nur ausgesprochen selten zu. (Und wenn dies so ist, sind sie in der Regel menschgemacht.)

Glaubst Du, dass der Pitbull und die Bulldogge häufiger Menschen angreifen als der Labrador oder der Golden Retriever? Das stimmt nicht. Allein der Umgang mit dem Tier und dessen Pflege entscheiden darüber, wie es sich entwickelt und wie es sich gegenüber Artgenossen und Menschen verhält. 

4. Die Fellfarbe des Hundes ist …

… schwarz. Schwarze Hunde wirken auf manche Menschen bedrohlicher als Hunde mit hellem Fell. Doch schaue nicht allein auf das Fell, sondern den Tieren einmal in die Augen. Informiere Dich auch über die Infokarten am Zwinger oder im Gespräch mit Tierheimmitarbeitern über die Eigenschaften des Hundes.

Sollte alles passen, wäre es unfair, einem Hund die Chance auf ein schönes neues Zuhause zu verwehren, nur weil die Natur ihm schwarze Haare gegeben hat. Denn sollten nicht auch Vierbeiner mit einem dunklen Fell die Möglichkeit bekommen, dem Alltag aus dem Tierheim zu entkommen? Gib ihnen eine Chance!

Schwarze Hunde im Tierheim
Gib schwarzen Hunden eine Chance! Sie warten oft besonders lange auf ihren neuen Menschen. ©Goran Jakus Photography/iStock

5. Der Hund ist ein Mischling

Du wünschst Dir einen Rassehund? Warum eigentlich? Vielleicht bist Du ein Hundeanfänger. Dann ist es nur nachvollziehbar, dass Du evtl. noch nichts von der Überzüchtung mancher Rassen gehört hast. Das ist allerdings ein wichtiger Punkt, denn viele Rassehunde haben gesundheitliche Probleme, die den Tieren das Leben schwermachen.

Der Deutsche Schäferhund beispielsweise wurde in einer Linie gezüchtet, die in der Hinterhand so stark abfällt, dass Probleme mit den Hüftgelenken die Folge sind. Einige Boxer und auch Möpse besitzen eine so kurze Nase, dass Atembeschwerden die Regel und epileptische Anfälle nicht selten sind. Außerdem leiden viele Rassehunde unter Allergien und anderen chronischen Erkrankungen.

Übersieh daher die Mischlingshunde in den Tierheimen nicht. Sie sind genauso liebenswert. Und falls Du einen jungen Mischling zu Dir nach Hause holst, hast Du fortan ein Unikat, das Dich häufig überraschen wird. Wie sich der Hund entwickelt, welchen Rassen er später einmal besonders ähnlich sieht und welche rassetypischen Eigenschaften er verkörpert, wird spannend. Lieben wirst Du Deinen Vierbeiner aber auf alle Fälle.

Du willst einem Hund ein neues Zuhause geben? Ein Tierheim in Deiner Nähe findest Du auf der Website vom Deutschen Tierschutzbund.