So wird aus dem Katzenbaby eine Katze

Vom hilflosen Kätzchen bis zum selbstständigen Stubentiger: Katzen machen eine beeindruckende Entwicklung durch. Das sind die einzelnen Schritte.

Katzenbabys Entwicklung
Die Entwicklung von Katzenbabys ist faszinierend. ©SunRay BRI Cattery RU/iStock

Die ersten Tage: Liebe, Wärme und genug Milch 

Frischgeborene Kätzchen sind in den ersten Lebenstagen voll und ganz auf die Liebe und Zuneigung ihrer Mutter angewiesen. Die Augen und auch die Ohren der etwa 100 g schweren Kitten sind noch verschlossen.

Das Wichtigste in dieser Anfangszeit ist das Trinken an den Zitzen der Katzenmutter. Und die finden die Kätzchen zum Glück mit dem schon entwickelten Geruchs- und Tastsinn. Die Milch enthält alles, was die Kleinen groß und stark werden lässt, und ist durch enthaltene Antikörper der beste Schutz vor Krankheiten. Oft bringen die Kätzchen acht Stunden am Tag mit Trinken zu und schlafen die restliche Zeit dicht an ihre Geschwisterchen und die Katzenmama gekuschelt.

Sie brauchen die Wärme ihrer Familie. Das dünne Fell und die noch zarte Muskulatur würden nicht ausreichen, um die Temperatur selbstständig zu regulieren.

Die ersten Wochen: Hallo Welt!

Nach den ersten Tagen schaffen es die Katzenjungen, ihr Köpfchen anzuheben. Nach ein bis zwei Wochen öffnen sich die Augen und die Ohren.

Jetzt strömen zahlreiche neue Eindrücke auf die Kätzchen ein, was sie manchmal zu ersten tapsigen Schritten animiert. Lange können sie sich aber noch nicht auf den Beinen halten. Trotzdem beobachten sie nun genau und lernen schon erste Verhaltensmuster ihrer Artgenossen kennen. Jetzt beginnen sie auch, mit ihren Geschwistern und der Mutter zu kommunizieren. 

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3 Wochen: Die Zähnchen kommen

Sind die Katzenbabys drei Wochen alt, können sie sicher stehen und kürzere Strecken laufen. Das Milchzahngebiss ist dann meist schon komplett. Feste Nahrung wird langsam interessant. Notwendig ist es aber noch nicht, denn die Muttermilch deckt noch immer voll und ganz den Bedarf der Kitten an Energie und Nährstoffen.

Ist die Katzenmutter eine Freigängerin, kann es jedoch vorkommen, dass sie nun schon erlegte Beute für ihre Kleinen mit ins Nest bringt. (Es ist dann wichtig, dass das Muttertier regelmäßig eine Wurmkur bekommt.) Die meisten Mütter lassen die Kätzchen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht so lang allein.

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4 Wochen: Nahrungsumstellung

In der nächsten Woche wird die Katzenmama nach und nach dazu übergehen, die Kitten seltener zu säugen. Die Kleinen beginnen dann, auch feste Nahrung zu sich zu nehmen. Manchmal verursacht die Essensumstellung leichte Verdauungsprobleme und Durchfall. Meist legt sich das aber schnell wieder.

Die kleinen Katzen lernen immer neue Bewegungsabläufe und spielen nun vermehrt mit ihren Geschwistern. Außerdem putzen sie sich selbst.

5 bis 6 Wochen: Jetzt wird gespielt

Im Alter von fünf Wochen setzt bei den Katzenjungen die sogenannte „erste Sozialisierungsphase“ ein. In dieser Zeit erkunden die Kitten ihre Umgebung intensiv. Sie stehen Neuem aufgeschlossen gegenüber und lernen sorgenfrei neue Dinge kennen. Sie trauen sich immer mehr zu und vergrößern dabei auch ihren Bewegungsradius.

Die Katzenmutter lässt ihre Kleinen nun auch öfter allein, sodass diese die Zeit zum Toben untereinander nutzen. Nach und nach wird auch ihr Interesse für Katzenspielzeug geweckt.

Die Kätzchen sind nun nicht mehr zu bremsen und trainieren dabei Muskeln und Koordinationsabläufe, wie zum Beispiel das Anschleichen oder das Zupacken.

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7 bis 8 Wochen: Trennung von der Katzenfamilie?

Gegen Ende des zweiten Lebensmonats werden die Katzenjungen von der Milch entwöhnt und steigen vollständig auf feste Nahrung um. Sie wären nun eigentlich schon kräftig und selbstständig genug, um von der Mutter getrennt zu werden.

Um die Persönlichkeit zu stabilisieren und den Kleinen die Möglichkeit zu bieten, noch mehr zu lernen, sollte man den Kätzchen aber unbedingt noch ein paar Wochen bei ihrer Familie geben. Dann lernen sie gemeinsam mit der Mutter das Jagen und die Feinheiten der Katzenkommunikation.

12 Wochen: Unabhängigkeit

Im dritten Monat probieren sich die kleinen Katzen immer weiter aus und erkunden mehr und mehr ihre Umgebung. Dabei klettern und springen sie, schärfen ihre Krallen und putzen sich selbstständig. Ihre Offenheit allem Neuen gegenüber wird weniger. Sie entwickeln eine natürliche Skepsis und werden bei ihren Erkundungen vorsichtiger. Das ist auch wichtig, da sie jetzt langsam auf sich allein aufpassen müssen.

Nach zwölf Wochen wiegen viele Kätzchen um die 1,2 kg und haben eine stabile Muskulatur entwickelt. Nun ist ein guter Zeitpunkt, ein neues zu Hause für die Kleinen zu suchen.

4 bis 12 Monate: Einleben im neuen Heim

Im nächsten Monat wechselt das Gebiss der tapsigen Zwerge von den Milch- zu den bleibenden Zähnen. Außerdem setzt nun die „Zweite Sozialisierungsphase“ ein. Die sollten Herrchen oder Frauchen dazu nutzen, ein besonders enges Band zwischen sich und dem neuen Familienmitglied zu knüpfen.

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Mit einem halben Jahr haben die jungen Katzen dann alles Wichtige gelernt und sind mit einem Jahr schließlich ausgewachsen. Kaum zu glauben, wenn man nun daran zurückdenkt, wie hilflos sie zwölf Monate zuvor noch waren.

Pass immer gut auf Deine kleine Katze auf und sieh dabei zu, wie aus ihr eine Jungkatze, eine ausgewachsene Samtpfote und schließlich ein Katzensenior wird. Wir wünschen Euch alles Liebe! ♥


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