Rasseporträt: Perserkatze

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Die Perserkatze – Couchpotato mit Kuschelfell. © iStock

Die Perserkatze liebt es gemütlich. Als eine der ruhigsten und gutmütigsten Katzenrassen der Welt fühlt sich die unkomplizierte Katze auch in der kleinen Wohnung pudelwohl.

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Die Perserkatze – Couchpotato mit Kuschelfell. © iStock

Diese Gründe sprechen für eine Perser

Die Perserkatze überzeugt sowohl mit ihrem Aussehen als auch mit ihrem freundlichen Charakter. Der Bewegungsdrang der Katze ist mäßig, ihr Schmusebedürfnis dafür umso größer. Sie gehört wie viele andere Katzen zu den Katzenrassen, die besonders verschmust sind.

Auf dem Sofa wirkt die teddyartige Katze mit dem flauschigen Fell sehr dekorativ. Kurzum: Perserkatzen sind der ideale Kumpel für die Wohnung.

Was macht die Perserkatze aus?

Perser zählen zwar nicht zu den größten Katzenrassen der Welt, dafür aber zu den schwersten. Das Durchschnittsgewicht von etwa 3 bis 6 Kilogramm toppen immer wieder einige besonders stattliche Kater, die bis zu 10 Kilogramm auf die Waage bringen.

Auch gut gebaute weibliche Tiere erreichen ein beachtliches Gewicht, vor allem dann, wenn sie keinen Freigang genießen und die meiste Zeit faulenzen. Letzteres zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen der Katzen, denn sie mögen nichts mehr als ein kuscheliges Plätzchen zum Relaxen.

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Die meisten Perser verzichten gern auf den Freigang, was sie zu ruhigen und liebenswürdigen Hausgenossen macht. Mit ihren kurzen Beinen und ihrer gedrungenen Gestalt sind sie ohnehin nicht die ausdauerndsten Athleten.

Vielleicht verdanken sie gerade ihrer ausgeglichenen, ressourcenschonenden Art ihre hohe Lebenserwartung von bis zu 18 Jahren, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen. Es gibt Perser, die locker ihren 20. Geburtstag feiern.

Die kompakten Kuscheltiger erreichen eine Länge von etwa 40 bis 60 und eine Höhe von rund 25 Zentimetern.

Der Charakter der Perserkatze

Ihr flauschiger Kuschelpelz, aber auch ihr anschmiegsamer Charakter machen die Perserkatze zum perfekten Schmusepartner. Dabei gefällt ihre unaufdringliche Art, denn die Katzen freuen sich zwar über viel menschliche Zuwendung, stellen aber selbst keine allzu hohen Ansprüche.

Ohnehin ist die langhaarige Schönheit eher introvertiert. Sie übt sich vor allem Fremden gegenüber in vornehmer Zurückhaltung und wirkt dabei erhaben und majestätisch. Die meisten dieser Katzen lieben ihr Leben als Einzelkatze, vertragen sich aber bei entsprechender Gewöhnung auch mit weiteren Artgenossen.

Wichtig ist, die Perser mit einer Katze ähnlichen Wesens zu vergesellschaften. Zu zweit auf der Fensterbank zu dösen ist klasse. Aufdringliche, sehr verspielte und lebhafte Kumpanen stressen die gemütliche Perserkatze hingegen.

Wer ein exotisches Duo sein Eigen nennen möchte, vergesellschaftet die Perser mit einer besonders kleinen Rasse. Auch hier gibt es einige ruhige Miezen.

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Die Pflege der Perserkatze

Das lange, dichte Fell gehört zu den wichtigsten Merkmalen der Perserkatze. Seitens des Rassestandards sind alle Fellfarben und Zeichnungen erlaubt. Sie wählen somit ein Kätzchen in einer Farbe, die Ihnen gefällt. Achten Sie dabei aber auch unbedingt auf den Charakter! Und dass sie nur bei einem seriösen Züchter für Perserkatzen kaufen sollten, versteht sich von selbst. Tipps dazu haben wir hier: So finden Sie einen seriösen Katzenzüchter.

Bei allen Perserkatzen gleich ist die flauschige Haarstruktur. Das streichelweiche Fell hinterlässt ein angenehm seidiges Gefühl auf der Hand.

 

Perserkatzen besitzen eine dichte Unterwolle. Im Winter macht eine dicke, rund um den Hals angelegte Mähne die Katzen zu kleinen Stubenlöwen. Bei einigen Katzen wächst die Mähne so lang, dass sie fast über die Vorderpfoten reicht. Aufgrund dieser Haarpracht ist die Perser eine sehr pflegeintensive Katze.

Etwa jeden dritten Tag sollten Sie sich Zeit für die Pflege nehmen und das lange Fell sorgfältig kämmen, damit es nicht verfilzt. Ihr Kuschelbär findet die Pflege klasse, erhält er doch so ein bisschen zusätzliche Wellness und Zuneigung. Vielen Menschen bereitet es auch Freude, die seidigen Haare zu frisieren. Und ganz nebenbei können Sie so auch noch die Bindung zur Katze stärken.

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Die Nase der Perserkatze

In Verkaufsanzeigen liest man immer wieder von Persern mit und ohne Nase. Natürlich besitzen alle Perserkatzen ein Riechorgan. Typisch für diese Rasse ist aber, dass diese nicht besonders hervorsticht. Das heißt, Katzen dieser Rasse haben eine süße Stupsnase. Das ist genetisch bedingt.

Doch wie das so ist, neigen viele Züchter zur Übertreibung, und somit gibt es neben den Perserkatzen mit Nase auch solche ohne. Letztere besitzen eine extrem kurze, breite Nase, ähnlich einer Bulldogge. Kaufen Sie bei solchen Züchtern auf gar keinen Fall! Sie schaden der Rasse und somit auch den Tieren.

Die Nase befindet sich bei der Perserkatze etwa in Augenhöhe. Dieser anatomischen Besonderheit verdankt die Perserkatze ihr charakteristisches Aussehen. Das führt jedoch häufig zu falschen Eindrücken, denn ihr Gesichtsausdruck wirkt auf das Auge des Betrachters oft arrogant und etwas mürrisch.

Eingebildet ist die süße Katze aber gar nicht – und auch nicht mürrisch. Ganz im Gegenteil, sie ist sehr liebenswert und anpassungsfähig. Im Idealfall sind die Nasenlöcher weit geöffnet, damit das Tier problemlos atmen kann. Vernünftig gezüchtet führt die Perser ein beeinträchtigungsfreies Leben.

Ist die Nase zu stark zurückgesetzt, dann kommt es häufig zu Entzündungen im Rachen- und Nasenbereich und zu tränenden Augen. (Lesen Sie dazu auch: Das Auge der Katze tränt – Ursachen und Behandlung) Auch Fressprobleme und Schwierigkeiten beim Luftholen zählen zu den Folgen. Seriöse Züchter achten deshalb auf die Gesundheit ihrer Tiere und verwenden nur gesund gebaute Katzen zur Zucht.

Die Herkunft der Perserkatze

Eigentlich wäre das Ursprungsland der Perserkatze leicht zu erraten. Doch so einfach ist das nicht, denn die hübsche Flauschkatze mit dem runden Kopf und den großen Kulleraugen stammt vermutlich nicht aus dem Land, dessen Namen sie trägt. Fest steht, dass die Zucht der Perser etwa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien ihren Anfang nahm.

Forscher und Züchter hielten die außergewöhnliche Mieze für ein gelungenes Kreuzungsprodukt aus russischen und persischen Langhaar- und Angorakatzen im Gebiet des heutigen Irans. Von dort sollen es die Stubentiger bis in die Türkei geschafft haben. Einige Katzenliebhaber vertraten die Ansicht, die Perser käme direkt aus Persien nach Europa. Andere vermuteten eine türkische Herkunft.

2014 befassten sich Wissenschaftler intensiv mit diesem Thema und kamen mithilfe genetischer Untersuchungen zum Ergebnis, dass die Perser mehr oder weniger zufällig aus russischen, langhaarigen Hauskatzen entstanden sein muss.

Eine Verwandtschaft mit asiatischen Katzenlinien besteht demnach nicht. Die Ur-Perser ähnelten stark den Angorakatzen. Von der heutigen Plattnase war noch nicht viel zu sehen. Im Laufe der Zeit züchtete man die charakteristischen Eigenschaften immer mehr heraus. Die Perserkatze bekam kürzere Beine, einen rundlicheren, kürzeren Kopf und deutlich mehr Fell.

Beliebte Varianten der Perserkatze

Von der Perser gibt es folgende Varianten mit gleichem Rassestandard:

  • Exotic Shorthair

    Die Exotic Shorthair ist wie der Name schon sagt eine Kurzhaarkatze. Dennoch entspricht sie vom Charakter und vom Typus her der Perserkatze. Wenn Ihnen die Pflege des langen Fells Probleme bereitet, Sie aber das ruhige, nette Wesen der Perserkatze sehr schätzen, ist die Exotic Shorthair eine lohnende Alternative. Die Exotische Kurzhaarkatze ist ein Kreuzungsprodukt aus Perser und American Shorthair.

  • Colourpoint

    Aus einer Kreuzung von Perser- und Siamkatze entstand die Colourpoint, auch “Himalayan” oder “Maskenperser” genannt. Diese Katze sieht wie eine Perserkatze mit typischer Siam-Färbung aus. Die ersten Colourpoints gab es schon 1935.

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Letzte Aktualisierung am 25.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen