Die kleinsten Katzenrassen der Welt

Die kleinsten Katzen der Welt sind deutlich zarter und schmaler als andere. Welche Samtpfoten zu den liebenswerten Zwergen gehören, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

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1. Die kleinste Katze der Welt: Die Singapura

Die kleinsten Katzen der Welt: die Singapura © fotolia - coulanges

Die kleinsten Katzen der Welt: die Singapura © fotolia - coulanges

Singapurs Nationalkatze, die Singapura, ist eine exotische Rarität unter den Katzenrassen. Die Herkunft der als kleinste Samtpfote der Welt bekannten Rasse ist bis heute umstritten. Sie soll im Jahr 1974 in die USA aus ihrem Heimatland Singapur importiert worden sein, wo sie in Abflussrohren (daher der Spitzname „Drain Cat“) zuhause war. Doch ob die Singapura tatsächlich aus Straßenkatzen oder aus Kreuzungen zwischen Burma und Abessinier entstanden ist, bleibt ungewiss.

Trotz ihrer kleinen Größe mit maximal 20 cm Schulterhöhe besitzt sie einen kräftigen und kompakten Körper, der durchschnittlich nur leichte 2,5 kg auf die Waage bringt. Das Fell der Singapura ist fein und enganliegend und zeigt eine ungewöhnliche, hellbraune Farbmusterung, die sich Sepia-Agouti nennt und nur bei dieser Rasse vorkommt.

Dieser Vierbeiner ist ein wahrer Gewinn für jeden Haushalt, denn die Singapura ist verschmust, lieb und genießt jede Streicheleinheit. Singapuras sind treue und sanftmütige Seelen, die am liebsten den ganzen Tag an den Beinen ihres Besitzers entlangschleichen oder sich über einen Artgenossen freuen, mit dem sie spielen und sich beschäftigen können. Ein Plätzchen im Herzen dieser Mieze muss man sich allerdings erst verdienen, da sie ihre Zeit braucht, bis sie Vertrauen fasst. Doch hat sie ihren Menschen einmal ins Herz geschlossen, bleibt er dort für den Rest ihres Lebens.

 
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2. Die Munchkin Shorthair

Die kleinsten Katzen der Welt: die Munchkin Shorthair © Fotolia -  KaterinaCherkashina

Die kleinsten Katzen der Welt: die Munchkin Shorthair © Fotolia - KaterinaCherkashina

Die Munchkin Shorthair stammt aus Louisiana, wo sie 1983 entdeckt und daraufhin mit Hauskatzen verpaart wurde. Diese Katzenrasse fällt durch ihre sehr kurzen, dackelartigen Beine auf, die durch eine Genmutation entstanden sind. Da diese Eigenart über Zucht fortgeführt wurde, gilt die Munchkin Shorthair vielen als Qualzucht.

Die Munchkin ist eine kräftige, kleine Katze mit großen walnussförmigen Augen, die bei einer Schulterhöhe von höchstens 33 cm zwischen 2 und 4 kg wiegt. Ihr Fell ist kurz und weich und in allen denkbaren Farbvariationen vorhanden.

Die Munchkin Shorthair wirkt mit ihren kurzen Beinchen weniger elegant und anmutig als andere Katzen, hat jedoch ein sehr agiles und lebensfrohes Wesen und liebt es, zu rennen und zu spielen.

Eine Munchkin verfügt zwar nicht über die Sprungkraft langbeiniger Rassen, doch auf den Schrank kommt sie trotzdem, wenn sie es möchte, denn in ihr steckt mehr als man auf den ersten Blick vermutet. Es heißt sogar, dass es Munchkins möglich ist, den Rückwärtsgang einzulegen. Die Kurzbeinerin ist eine sehr neugierige, anhängliche und gesellige Samtpfote, die Menschen gegenüber aufgeschlossen ist und sich auch mit anderen Haustieren meist gut verträgt.

3. Die Bombay-Katze

Die kleinsten Katzen der Welt: die Bombay-Katze ©  Bombaycats  -  CC by 3.0

Die kleinsten Katzen der Welt: die Bombay-Katze © Bombaycats - CC by 3.0

Eine hübsche und außergewöhnliche Katzenrasse ist die Bombay-Katze, die mit ihrem Aussehen an die Miniaturausgabe eines Panthers erinnert und in Europa bisher nur vereinzelt vorkommt. Ihre Entstehungsgeschichte begann in den 50er Jahren im amerikanischen Bundesstaat Kentucky mit der Züchterin Nikki Horner. Sie wollte eine Katzenrasse kreieren, die das Aussehen eines wilden Panthers und den Charme und die Wesenseigenschaften eines Haustieres hat. Das gelang ihr mit der Kreuzung der schwarzen, robusten American Shorthair und der zobelbraunen, anschmiegsamen Burma-Katze im Jahre 1958.

Das schwarze, seidig glänzende Fell der Bombay-Katze liegt eng am Körper an und ihre ausdrucksstarken Augen können golden, dunkelorangefarben oder grün leuchten. Diese athletische Samtpfote ist zwar recht klein und wird nur handliche vier bis fünf Kilogramm schwer, doch beeindruckt sie gern mit ihrem graziösen, raubtierähnlichen Gang.

Die seltene Katzenrasse gleicht dem schwarzen Panther jedoch nur äußerlich, denn sie ist charakterlich das ganze Gegenteil und erfreut ihren Besitzer mit einer sehr friedlichen, anhänglichen und angenehmen Art. Gern kuschelt und schmust sie mit ihrem Menschen, denn sie ist eine sehr liebesbedürftige Mitbewohnerin und braucht viel Aufmerksamkeit. Eine Besonderheit dieses Vierbeiners ist ihr teilweise untypisches Verhalten, weswegen sie nicht selten als "Hundekatze" bezeichnet wird, da es sogar möglich ist, sie an der Leine spazieren zu führen.

4. Die Ceylon-Katze

Die kleinsten Katzen der Welt: die Ceylon-Katze © iStock

Die kleinsten Katzen der Welt: die Ceylon-Katze © iStock

Die Ceylon-Katze, deren Zeichnung auf der Stirn als heilig gilt, erhielt ihren Namen von der Insel Sri Lanka, die früher Ceylon genannt wurde, und ist eine recht unbekannte Katzenart. Ihre genauen Ursprünge sind bis heute unklar, doch hat sich diese seltene Kurzhaarrasse auf natürliche Weise entwickeln können und wurde im Jahr 1964 zum ersten Mal nach Europa eingeführt.

Diese Samtpfote ist klein und zierlich mit einem feingliedrigen, aber muskulösen Körperbau und einem gold- oder sandfarbenen, seidigen Pelz. Eine ausgewachsene Ceylon wird zwar nicht besonders groß, kann aber zwischen fünf und zehn Kilogramm schwer werden.

Die gesellige Katze ist sehr lebhaft und hat einen quirligen und aktiven Charakter. Mit ihrer neugierigen und mutigen Art erkundet diese Katzenrasse interessiert ihre Umwelt und ist auch Fremden gegenüber aufgeschlossen und freundlich. Ceylon-Katzen gelten als besonders treue Gefährten, sind gesellig und kommen meist auch mit anderen Haustieren oder Artgenossen gut zurecht.

5. Die Devon Rex

Die kleinsten Katzen der Welt: die Devon Rex © iStock

Die kleinsten Katzen der Welt: die Devon Rex © iStock

Eine ebenfalls recht kleine Katzenrasse ist die ungewöhnliche Lockenkatze Devon Rex. Ursprünglich aus Großbritannien stammend, wo 1960 in der Grafschaft Devonshire erstmalig ein gelockter Kater, der männliche Vorfahre dieser Katzenrasse, gesichtet wurde, erfreut sie sich einer immer größeren Beliebtheit auch außerhalb des Königreichs.

Sie ist eine kleine bis mittelgroße Katze, die ein maximales Gewicht von 4,5 Kilogramm erreicht und deren fledermausartige Ohren gepaart mit ihrem markanten Gesicht besonders auffällig sind. Das weiche und gewellte Fell dieses Vierbeiners tritt in jeglichen Farben auf und selbst die Schnurrbarthaare und die Augenbrauen sind bei der Devon Rex gekräuselt.

Was aussieht, wie ein kleiner Kobold, ist eine Katze, die ein ausgeprägtes Nähebedürfnis hat und gern viel Aufmerksamkeit bekommt. Devon Rex sind neugierige Katzen und freundliche, gelassene Spielgefährten, die das Apportieren lieben und stets voller Tatendrang umhertollen. Diese Mieze ist eine Bereicherung für jeden Haushalt und gilt zudem, wie ihre Verwandte die Cornish Rex, als eine allergikerfreundliche Katzenrasse.