Diese Katzen sitzen besonders lange im Heim

Im Heim sitzen zahllose Katzen und hoffen auf ein liebevolles Zuhause. Doch Katzen mit diesen Eigenschaften warten dort besonders lange.

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Katzenliebhaber blutet das Herz bei der Vorstellung, dass es Katzen gibt die sehr lange, im schlimmsten Fall bis an ihr Lebensende in einem Heim verbringen müssen. Katzenkenner und Tierfreunde wissen um das sensible Wesen der Katzen, und ihre tiefe Beziehung und Bindungsfähigkeit zum Menschen. 

Warum Katzen oft lange oder hoffnungslos im Tierheim auf einen neuen und liebevollen Besitzer warten müssen hat verschiedene Gründe. 

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Nachteilige Fellfarbe

Schwarze Katzen leiden unter ihren Image, das geht so weit, dass sie in manchen Ländern an Halloween von ihren Besitzern eingeschlossen werden aus Angst ihnen könnte etwas zustoßen. Diese Medaille hat zwei Seiten, daher wollen sich viele aus einem ängstlichen Aberglauben heraus keine schwarze Samtpfote in ihr Heim holen. 

Die „Standard Tiger“ mit seinem typisch getigerten, schwarz-, braun und grauem Fell hat es auch schwer, denn er ist so normentsprechend, dass er wiederum nichts besonderes zu sein scheint. Das das Fell oder die Rasse, absolut keine Aussagekraft über den Charakter eines Tieres hat, versteht sich von selbst. In ihnen wohnen, ob schwarz, getigert oder gefleckt, komplexe, eigenwillige und sensible Charaktere die so manchen Menschen überraschen würden, wenn sie denn die Chance erhalten würden aus dem Tierheim mitgenommen zu werden. 

Behinderte, kranke und alte Katzen

Behinderte, alte und kranke Tiere haben noch geringere Chancen als ihre Standard- Fell Freunde. Sie bringen vermeintlich viel Arbeit und Tierarztbesuche mit sich, so die allgemeine Auffassung. Das diese Tiere mehr Aufmerksamkeit benötigen als gesunde Katzen entspricht der Wahrheit. Die Dankbarkeit und Liebe die die kleinen Heimbewohner ihren Besitzern entgegen bringen, entlohnt jedoch all die entstandenen Mühen. Es gibt unterstützende Vereine die besonders geldknappen Katzenfreunden bei ihren Bemühungen helfen. Hier hilft Ihnen das örtliche Tierheim oder die Katzenhilfe mit Infos weiter. Als Bonus fällt die Schutzgebühr vom Heim manchmal geringer aus, speziell für die Vermittlung der kranken oder alten Bewohner. 

Die Traumatisierten

Verschüchterte und ängstliche Tiere haben in der Regel eine unschöne Vergangenheit. Ihr Vertrauen in die Menschen ist erstmal auf Eis gelegt. Kommen interessierte Besucher in das Tierheim, so verstecken sie sich geschickt um einer neuen Gefahr auszuweichen. Extrovertierte und selbstbewusstere Insassen stellen sich ins Rampenlicht und die verschüchterten Katzen gehen völlig unter. Auch die Traumatisierten mit schwieriger Vergangenheit können sich mit Geduld und Liebe von einem Tierheimtier in einem geselligen Stubentiger verwandeln. Sie benötigen jedoch mehr Zeit und katzenkundige Behandlung, sie sind daher seltener „Anfängerkatzen“. 

Doppelpack

Ein weiteres Schlusslicht bilden die unzertrennlichen Geschwisterpärchen, die nur im "Doppelpack" abgegeben werden sollen. Sie sollten und können nicht getrennt werden, ohne ihren empfindlichen Wesen schwer zu schaden. Meist sind die Katzen zusammen groß geworden und bilden eine vertraute Einheit. Sie können nur als Pärchen vermittelt werden und dieser Umstand erschwert die Suche nach einem neuen Heim. Allerdings eignet sich das Team für Katzenliebhaber die beruflich viel unterwegs sind, so sind ihre Schützlinge über Tag nicht allein.