Wie viel Futter braucht Ihr Hund?

Wie viel Futter muss wirklich in den Napf, damit Ihr Hund nicht hungert, aber auch nicht übergewichtig wird? Wir klären auf.

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Ob ein Hund viel oder wenig Futter benötigt, hängt von vielen Faktoren ab. Somit lässt sich nicht für alle Hunde pauschal eine Futtermenge als Idealwert festlegen. Diese Faktoren sind bei der Bemessung wesentlich:

1. Größe

Die Größe des Hundes ist der wichtigste Punkt, wenn es darum geht, die ideale Futtermenge zu bestimmen. Denn natürlich benötigt eine Deutsche Dogge mehr Futter als ein Yorkshire Terrier. Je größer der Hund ist, umso größer ist sein Energiegrundbedarf und umso mehr sollte täglich im Napf landen.

2. Gewicht

Im Normalfall hängt das Gewicht mit der Größe zusammen. Doch es gibt auch Ausnahmen. Und genau hier tappen viele Tierhalter in eine Falle, wenn sie sich an den Empfehlungen auf den Futterverpackungen orientieren. Wiegt Ihr kurzbeiniger Jack Russel Terrier zehn Kilogramm, ist er schwer übergewichtig und sollte somit auf keinen Fall die Futtermenge bekommen, die auf der Verpackung für Hunde mit einem Gewicht von zehn Kilo empfohlen wird. Die dortigen Angaben beziehen sich auf Tiere mit Normalgewicht! Richten Sie sich daher immer nach dem Idealgewicht Ihres Tieres (bei einem Jack Russel Terrier also fünf bis sechs Kilogramm) und füttern Sie entsprechend.

3. Aktivität

Ebenso entscheidend ist der Aktivitätsgrad Ihres Hundes. Haben Sie einen echten Athleten an Ihrer Seite, mit dem Sie Hundesport betreiben oder der Sie beim Joggen, Radfahren oder auf ausgedehnten Wandertouren begleitet, benötigt Ihr Hund deutlich mehr Futter als ein Hund, der am Tag nur seine gewöhnliche Gassirunde absolviert. Beachten Sie dies unbedingt bei der täglichen Fütterung.

4. Alter

Ein junger Hund braucht reichlich Nahrung, aus der er die Energie für das Wachstum und seine gesamte Entwicklung ziehen kann. Achten Sie jedoch auch hier darauf, Ihrem Welpen nicht zu viel zu fressen zu geben. Denn ist Ihr Hund schon im Welpenalter übergewichtig, kann dies gravierende Folgen für seine Entwicklung haben. Am besten fragen Sie Ihren Tierarzt, wenn Sie unsicher sind. Ältere Hunde benötigen hingegen meist weniger Futter, da bei ihnen der Stoffwechsel verlangsamt ist und auch die Aktivität abnimmt. Auch hier sollten Sie bei Gelegenheit Ihren Tierarzt befragen, inwiefern und in welcher Menge Seniorenfutter sinnvoll wäre.

5. Geschlecht

Auch ob Ihr Hund kastriert ist, verändert dessen Grundbedarf an Energie. Kastrierte Tiere benötigen in der Regel weniger Futter als unkastrierte. Aus diesem Grund wundern sich viele Hundehalter, warum Ihr Hund nach dem medizinischen Eingriff trotz gleichbleibender Futtermenge plötzlich zunimmt. Stellen Sie dies bei Ihrem Hund fest, bieten Sie ihm künftig weniger an.

Will man dennoch eine ungefähre Fütterungsempfehlung abgeben und geht man von einem durchschnittlich alten und durchschnittlich aktiven, unkastrierten Hund aus, können die nachfolgenden Werte als ungefähre Richtwerte dienen. Von diesen ausgehend können Sie sich nach und nach an die ideale Futtermenge für Ihren Hund herantasten.

Ungefährer Futtermengenbedarf nach Gewicht des Hundes