5 Dinge, die Hundebesitzer endlich lassen sollten

Viele Menschen verstehen Hundeliebe anders als andere. Diese Dinge möchten wir am liebsten nie wieder sehen.

Ein Hund trägt ein doofes, rotes Kostüm.
Ein Hund ist ein Hund. Keine Puppe. Dem Hund je nach Anlass unterschiedliche Kostüme anzuziehen, ist daher absoluter Blödsinn. ©Liukov/iStock

Hunde sind die besten Freunde des Menschen. Sie verdienen es, auch so behandelt zu werden. Ebenso sollten ihre Lebensbedingungen ihren Bedürfnissen entsprechen. Die folgenden Dinge sollten Hundebesitzer deshalb endlich lassen.

1. Rassehunde mit Gesundheitsschäden kaufen

Auch ein Rassehund sollte gesund und schmerzfrei leben können. Einige Rassemerkmale stellen jedoch gesundheitliche Beeinträchtigungen dar und verursachen Schmerzen.

Bei Hunden, deren Augen tief liegen oder extrem hervorstehen, entzünden sich diese leicht. Hunde mit kurzen Nasen wie der Mops bekommen oft zu wenig Luft und haben häufig Atemwegserkrankungen. Viele Hunde mit weißem Fell sind taub. Kleine Rassehunde haben vermehrt Schulterdysplasien und Kniescheibenprobleme. Große Rassehunde leiden öfter unter Ellenbogen- und Hüftdysplasie.

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Achte bei der Auswahl Deines Hundes darauf, dass er keine dieser Einschränkungen hat. Verzichte auf eine Rasse, bei der die Tiere ihr Leben lang unnötig leiden würden. Wenn Rassehunde mit Gesundheitsschäden beziehungsweise körperlichen Einschränkungen nicht gekauft werden, werden diese über kurz oder lang auch nicht mehr gezüchtet. So wird Qualzucht und weiteres Tierleid verhindert.

2. Dem Hund die Verantwortung übertragen

Hunde sind Rudeltiere. Im Rudel herrscht eine klare Rangordnung, in der jedes Tier aufgrund seines Charakters und seiner Klugheit seinen passenden Platz hat. Jede Position ist mit bestimmten Regeln, Rechten und Pflichten verbunden. Sie bedeutet Sicherheit, da jedes Tier weiß, wie es sich im Rudel verhalten muss, um stressarm leben zu können.

Dieses System von Regeln versuchen Hunde auch mit dem Menschen zu leben. Für sie ist es im Zusammenleben mit Menschen daher normal und wichtig, klare Regeln zu lernen und diese ohne Ausnahme zu befolgen. Diese Regeln müssen vom Menschen gesetzt werden.

Wenn Du einen höheren Rang einnimmst als Dein Hund, fühlt er sich sicher und kann stressarm leben. Wenn Du Deinem Tier jedoch einen hohen Rang gibst und damit die Verantwortung für Euer Zusammenleben in seine Pfoten legst, überforderst Du ihn. Das ist ein großer Stress für Deinen Kameraden und führt oft zu problematischem Fehlverhalten.

Wenn Du Fragen oder Probleme mit der Erziehung Deines Hundes hast, suche Dir professionelle Hilfe, lies Ratgeber oder besuche eine Hundeschule.

3. Den Hund überfüttern

Sorge für die Gesundheit Deines Hundes. Kein wildlebendes Tier hat Übergewicht oder ist steif und unbeweglich. Die Besitzer bestimmen, was und wie viel ihre Hunde fressen. Sorge dafür, dass Dein Hund gesundes Futter erhält. Du kannst selbst für ihn kochen, rohes Futter geben oder Fertigfutter wählen, das nur gesunde Inhaltsstoffe enthält.

Informiere Dich über die verschiedenen Futterarten und wie viel Dein Tier am Tag wirklich benötigt. Berücksichtige dabei auch seine Lebensumstände und sein Alter.

Denk daran, dass Übergewicht viele gesundheitliche Probleme bereitet, die auch schmerzhaft sein können und oft zu einem verfrühten Tod führen. Ein schlankes Tier fühlt sich wohl und ist agil.

4. Den Hund nicht erziehen

Meist sind es kleinere Hunde, die zwar unheimlich süß aussehen, ihren Haltern aber nach Herzenslust auf der Nase herumtanzen und Fremde sowie Bekannte vollkommen respektlos behandeln. Vor allem Hundeanfänger machen hier oft den Fehler, den Vierbeinern zu viel durchgehen zu lassen. Und schon ist das Kind in den Brunnen gefallen.

Viele halten dann den Hund für charakterlich schlecht oder verteufeln gar die Rasse. Doch das ist gleich zweifach unfair: Zum einen hat ein Hund, der keinen Rudelführer hat, gar keine Chance zu wissen, wie er sich benehmen soll. Zum anderen nimmt man einem Hund durch fehlende Erziehung zahlreiche Freiheiten (wie z. B. das Laufen ohne Leine), die das Hundeleben erst lebenswert machen.

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5. Dem Hund Kostüme anziehen

Vielleicht sieht es niedlich aus, wenn der Mops anlässlich des Oktoberfestes eine Lederhose trägt oder die Pudeldame zu Halloween als Hexe aufläuft. Aber: Ein Hund ist ein Hund, keine Puppe. Dem Hund je nach Anlass unterschiedliche Kostüme anzuziehen, ist daher absoluter Blödsinn und – und das ist viel schlimmer – überhaupt nicht hundgerecht. Bitte erspare Deinem Schwänzchenwedler diese Prozedur. ♥