Das kostet ein Hund wirklich

Unsere Hunde sind uns viel lieber als teuer. Aber was kostet so eine Fellnase eigentlich wirklich in der Anschaffung und Haltung? Wir haben mal nachgerechnet.

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Hunde werden nicht umsonst als der beste Freund des Menschen bezeichnet. Kein anderes Tier hat sich besser an unsere Lebensweise und Bedürfnisse angepasst. Sie begleiten uns im Alltag, reagieren auf unsere Emotionen und geben uns dabei immer ein gutes Gefühl. Neben diesen positiven Aspekten sind mit der Anschaffung und Haltung eines neuen Hundes natürlich auch Kosten verbunden. Dazu möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick bieten.

1. Anschaffung

Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie lieber einen Welpen von einem Züchter großziehen oder Ihr Herz einem Hund aus dem Tierheim schenken wollen. Seriöse Züchter verlangen Preise zwischen 600 bis 1500 Euro, dafür sind die Hunde vernünftig sozialisiert und mit allen bis zum Kauf nötigen Impfungen versorgt. Bei Tierheimhunden fällt eine Gebühr an, die unter anderem die Kosten für Impfungen und Kastration abdeckt. Sie wird von jedem Tierheim selbst festgelegt und liegt zwischen 200 und 300 Euro. 

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Bevor das neue Familienmitglied einzieht, ist außerdem die Anschaffung einer Grundausstattung nötig. Hierzu gehört neben dem Vorbereiten eines Futter- und Ruheplatzes auch das Beschaffen von Spielzeug, Utensilien zur Fellpflege, Leine und Halsband (am besten mit Adressanhänger) sowie gegebenenfalls eines passenden Equipments zur Sicherung Ihres Vierbeiners im Auto.

2. Einmalige Ausgaben:

Näpfe: ca. 10 bis 70 Euro
Halsband: ca. 10 bis 40 Euro
Hundeleine: ca. 5 bis 100 Euro
Hundebett: ca. 40 bis 180 Euro
Hundedecke: ca. 5 bis 60 Euro
Fellpflege: ca. 5 bis 40 Euro
Sicherheit (Auto): ca. 30 bis 120 Euro
Erste Impfungen: ca. 60 Euro
Implantation eines Mikrochips: ca. 25 Euro

3. Regelmäßige Kosten

Zusätzlich zur Grundausstattung sollten Sie natürlich auch Hundefutter im Haus haben. Dessen Verbrauch ist unter anderem von der Größe und dem Gewicht des Vierbeiners abhängig. Es zählt gemeinsam mit den Aufwendungen für die Hundesteuer und den Tierarzt zu den regelmäßig anfallenden Posten. Darüber hinaus ist in einigen Bundesländern eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Je nachdem, wie agil Ihr Tier ist, kann auch eine Krankenversicherung sinnvoll sein.

Nahrung: ca. 25 bis 50 Euro (pro Monat)
Tierarzt: ca. 60 bis 110 Euro (pro Jahr)
Hundesteuer: ca. 20 bis 180 Euro (pro Jahr)
Haftpflicht: ab ca. 60 Euro (pro Jahr)

4. Unregelmäßige Kosten

Es gibt selbstverständlich auch Posten, die nur sehr unregelmäßig zu Buche schlagen und sich nur schwer kalkulieren lassen. Beim gemeinsamen Reisen mit Ihrem Vierbeiner fallen unter Umständen Tierarztkosten an, andernfalls kann eine Urlaubsbetreuung nötig sein. Weiterhin wird in der Regel im Lauf der Zeit neues Spielzeug gebraucht. 

Spielzeug: ca. 5 bis 50 Euro (pro Jahr)
Urlaubsbetreuung: ca. 15 bis 25 Euro (pro Tag)
Reisen: ca. 10 bis 40 Euro (pro Reise)

5. Gesamtkosten

Somit errechnen sich folgende ungefähre Gesamtkosten (inklusive Haftpflicht, ohne Urlaub):

Anschaffungsjahr

Tierheimhund/Mischling
günstige Ausstattung und Haltung im Anschaffungsjahr: ~560-660 Euro
teure Ausstattung und Haltung im Anschaffungsjahr: ~1.345-1445 Euro

Rassehund
günstige Ausstattung und Haltung im Anschaffungsjahr: ~960-1.860 Euro
teure Ausstattung und Haltung im Anschaffungsjahr: ~1.745-2645 Euro

Folgejahre

Rasse- oder Tierheimhund/Mischling

günstige Ausstattung und Haltung in den Folgejahren: ~360 Euro
teure Ausstattung und Haltung in den Folgejahren: ~1.145 Euro