Hund eingewöhnen: Ein neuer Hund zieht ein – 10 Tipps

Endlich! Ein neuer Hund zieht ein! Aber wie solltest Du den Hund eingewöhnen? Mit unseren Tipps fühlt sich der neue Schwänzchenwedler im Nu zu Hause!

Ein neuer Hund zieht ein
Hurra! Ein neuer Hund zieht ein! Mit diesen Tipps lässt sich der Hund eingewöhnen. ©Jarib/iStock
• Dein neuer Vierpfoter soll sich schnell bei Dir wohlfühlen.
• Unsere zehn Tipps machen es ihm besonders leicht.
• Der Extratipp ist unser absoluter Favorit.

Endlich ist der große Tag gekommen und Dein neuer Hund zieht in Dein Zuhause ein! Ganz gleich, ob „der Neue“ ein Welpe ist oder schon etwas Lebenserfahrung mitbringt – man sollte jeden Hund eingewöhnen, damit er einen schönen Start im neuen Zuhause hat.

Hier erfährst Du, wie Du den Welpen oder erwachsenen Hund eingewöhnen kannst. Und wir haben außerdem Tipps, wie Du evtl. schon vorhandene Hunde oder andere Tier in Deinem Zuhause an den Neuankömmling gewöhnen kannst.

1. Hund eingewöhnen: die Grundausstattung

Besorge (unbedingt noch bevor Dein neuer Hund nach Hause kommt) die ersten Dinge für eine solide Grundausstattung. So seid Ihr für den Anfang gut ausgerüstet. Wichtig sind ein Wasser- und Futternapf, eine Leine (vielleicht auch ein Hundegeschirr) mit einem Halsband sowie einer Hundemarke, ein Körbchen ggf. mit einer Decke und ein paar Spielsachen, Hundefutter und Leckerlis. Für einen Welpen besorgst Du geeignetes Futter für Welpen.

Extratipp: Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Tragen der Hundemarke gibt es viele verschiedene, auch modische Hundemarken als Accessoire. Suche Dir eine zusätzliche hübsche Marke aus und notiere darauf unbedingt Deine Adresse und/oder Telefonnummer. Oft kann man diese Angaben auch eingravieren lassen. So können Finder schnell mit Dir Kontakt aufnehmen, sollte sich Dein neuer Hund einmal von der Leine losreißen und ausbüxen. Alternativ oder zusätzlich kannst Du ihn beim Tierregister Tasso e. V. registrieren.

2. Richte ihm seinen (Schlaf-)Platz ein

Entscheide, wo Dein Hund ab dem Tag des Einzuges essen, schlafen und sich zurückziehen kann. Es ist wichtig, ihm einen festen Schlafplatz zu geben und ihm auch eine ruhige Stelle zur Verfügung zu stellen, an der er essen und trinken kann.

Das Körbchen sollte weder an der Haustür noch im Flur stehen. Aufgrund des Trubels, der an diesen Orten herrscht, gibt es dort keine Entspannung für den Hund.

Stelle sein Schlafkörbchen am besten neben Dein Bett, da fühlt sich Dein neues Familienmitglied vermutlich am wohlsten. Diese Nähe dient vor allem auch der Stärkung der Bindung. Willst Du den Hund eingewöhnen, ist das somit ein guter Trick. Seine Näpfe kannst Du gut in der Küche oder in einer ruhigen Ecke im Wohnzimmer platzieren.

Lies dazu auch: So stärkst Du die Bindung zu Deinem Hund

Ein neuer Hund zieht ein
Erstmal schlafen. Sorge für einen Platz, an dem Dein neuer Hund wirklich zur Ruhe kommen kann. ©Jarib/iStock
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3. Zeige Deinem Vierbeiner sein neues Zuhause

Lass Deinen tierischen Freund in aller Ruhe ankommen. Mach dann als Erstes eine kleine Entdeckungstour und zeige Deinem neuen Hund sein neues Heim, seinen Schlafplatz und wo sein Wassernapf steht. Dabei darf und soll Dein Vierbeiner ohne Leine alles auskundschaften und die Zeit haben, ausgiebig zu schnüffeln. Gib ihm die Möglichkeit alles zu entdecken und auch zu lernen, wie er von Raum zu Raum kommt. Das dient zur ersten Orientierung, die ihm schon etwas Sicherheit geben kann. Gönne ihm nach den vielen neuen Geräuschen und Gerüchen dann ein wenig Ruhe.

4. Gib Dir und Deinem Hund viel Zeit

Einen neuen Hund zu sich nach Hause zu holen, ist eine beträchtliche Veränderung für Deinen Vierbeiner und auch für Dich. Gehe die ersten Tage ganz sachte und entspannt an. Wenn es Dir möglich ist, empfiehlt es sich, den Hund an einem Wochenende zu sich nehmen und am besten ein paar Tage Urlaub anzuhängen. So kannst Du den Hund eingewöhnen und musst ihn zunächst nicht in einer ihm fremden Umgebung allein lassen.

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Verbringe in den nächsten Wochen viel Zeit mit Deinem Hund, damit Ihr Euch besser kennenlernen und aneinander gewöhnen könnt. In dieser Zeit bekommt Ihr langsam einen Einblick in das typische Verhalten des jeweils anderen.

Dabei solltest Du Deinen Vierbeiner am Anfang nicht mit viel Besuch und Trubel überfordern. Schaut erst einmal, wie Ihr zwei (oder Du, der Hund und Deine Familie) zurechtkommt. Zeige ihm in dieser Zeit hin und wieder, dass er auch gern mal für sich bleiben darf und leiste ihm nicht ununterbrochen Gesellschaft. Alten Hunden kommt das meist recht gelegen, bei Welpen sind diese Momente oft noch etwas schwierig.

5. Gib dem Hund zum Eingewöhnen vertrautes Futter

Mit dem richtigen und ihm vertrauten Fressen machst Du erst einmal alles richtig. Schließlich können auch bei Tieren Aufregung und Veränderung auf den Magen schlagen. Frage am besten nach, welches Futter Dein Vierbeiner bisher bekommen hat und besorge die gleiche Sorte. Damit sorgst Du dafür, dass Dein Hund etwas Gewohnheit in seinem Leben behält. Vor allem bei Welpen zahlt es sich aus, wenn sie neben all den vielen Änderungen nicht auch noch ein neues Futter bekommen.

Trotzdem kann es passieren, dass Dein tierischer Gefährte in den ersten Tagen unter Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall leidet. Das ist häufig durch den Stress der Veränderung bedingt. Es kann helfen, wenn Du das Futter anfangs in ein wenig Wasser einweichst, so wird der Magen nicht so stark belastet.

Zusätzlich kannst Du Deinem Hund probiotisches Pulver unter das Fressen mischen, das die Magen-Darm-Flora reguliert und das Immunsystem stärkt. Hält die Appetitlosigkeit oder der Durchfall länger an, sollte der Tierarzt einmal einen Blick auf Deinen neuen Hund werfen.

Extratipp: Füttere Deinen Neuankömmling aus der Hand, da dies eine engere Bindung zwischen Hund und Herrchen bzw. Frauchen aufbaut und der Hund so schneller Vertrauen fasst.

Hund eingewöhnen: So geht's
Gib Deinem Hund Zeit zum Eingewöhnen. Am Anfang ist noch so vieles neu. ©Manuela Neulist/iStock
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6. Hund eingewöhnen: Nimm’s mit Humor

Vor allem zu Beginn ist alles aufregend und es herrscht meist ein kleines Chaos – das ein oder andere Missgeschick ist dann völlig normal. Sei nicht böse, wenn Dein Vierbeiner nicht alles unter Kontrolle hat und aus Versehen in die Wohnung macht. Ein Tier bringt nun mal neben Freude und Begeisterung auch viel Wirbel mit. Bleibe gelassen. Mit etwas Geduld und einer guten Portion Humor nimmst Du solche Missgeschicke am besten auf: Bist Du entspannt, spürt das auch Dein Vierbeiner und wird sich automatisch besser eingewöhnen.

Und hab keine Angst – ein Hund lernt schnell. Lobe ihn kräftig, wenn es draußen gut klappt mit dem Geschäft. Setzt er drinnen ein Pfützchen, entfernst Du das Missgeschick kommentarlos. Strafe ihn auf keinen Fall für dieses Verhalten! Das gilt für Welpen wie für erwachsene Hunde.

7. Gewöhne Deinen Hund langsam an andere Familienmitglieder

Besitzt Du bereits andere Hunde oder Tiere, gewöhnst Du Deinen neuen Vierbeiner langsam an die tierischen Mitbewohner. Handelt es sich um einen Hund, bringe auf keinen Fall einfach den neuen Vierbeiner ins Haus, in dem der schon vorhandene sitzt. Der könnte dann sein Revier verteidigen!

Verabrede Dich stattdessen mit einem Helfer und Deinem neuen Gefährten sowie Deinem alten Hund auf neutralem Gebiet und gehe mit den beiden spazieren. Am besten geht der schon vorhandene Hund dabei ohne Leine, damit er sich nicht unnötig aufplustert. So kannst Du die Hunde und ihr Verhalten beobachten und sie haben die Gelegenheit, sich zu beschnuppern.

Der Einzug kann dann konfliktlos gestaltet werden, indem der neue Hund in der Wohnung/im Haus ist und der alte Hund erst nachträglich dazukommt. Bei anderen Tieren solltest Du diese behutsam einander vorstellen und zunächst nicht alleine lassen.

Es ist für Hunde sehr wichtig, dass sie ihre Bezugspersonen kennen und wissen, wer zu ihrem Rudel gehört. Zeige Deiner Fellnase daher von Anfang an, wer zur Familie gehört und dass Du der Anführer des Rudels bist.

Kindern solltest Du ebenfalls von Anfang an den angemessenen und respektvollen Umgang mit dem neuen Familienmitglied beibringen und ihnen klarmachen, dass der fellige Vierbeiner kein Spielzeug ist.

Erster Hund: Tipps zur Eingewöhnung
Kuschelstunde gefällig? Auch das gehört zum Eingewöhnen. ©acfrank/iStock

8. Führe eine Tagesroutine ein

Ein fester Tagesablauf ist eine wichtige Orientierung für Deinen neuen Vierbeiner. Hunden gibt eine tägliche Routine viel Sicherheit. Überlege Dir ein wiederkehrendes Muster mit genügend Auslauf und Beschäftigung sowie ausreichenden Ruhephasen.

Vor allem die Spaziergänge und die Mahlzeiten sollten zu möglichst festen Zeiten stattfinden. Lass Deinen Hund anfangs beim Gassigehen noch an der Leine, damit er sich an die neue Umgebung und an Dich gewöhnen kann. Du wirst spüren, wann Du Deinen Hund frei laufen lassen kannst. Bis dahin können allerdings mehrere Wochen vergehen. Gehe bitte keinesfalls ein Risiko ein.

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Extratipp: Es kann hilfreich sein, wenn Du zu Beginn mit einem befreundeten Hundebesitzer und dessen Tier spazieren gehst, denn ein gut sozialisierter Artgenosse kann Deiner Fellnase zusätzlich Sicherheit geben. Im besten Fall schaut er sich das positive Verhalten von dem anderen Hund ab.

9. Stelle Regeln auf

Es ist ratsam, dass Du von Anfang an Regeln aufstellst. Es ist für Hunde sehr wichtig, sich an eine feste Ordnung zu halten, da sie ihnen Sicherheit gibt. Fange nicht damit an, ihm nur am Anfang etwas durchgehen lassen zu wollen, denn es wird später umso schwerer, dem Vierbeiner ungewollte Verhaltensweisen wieder abzugewöhnen.

Erziehung ist wichtig für den Hund – vor allem auch im Umgang mit anderen Hunden, Mitmenschen und der restlichen Umwelt. Kein Hund ist zu klein, um mit einer liebevollen, aber konsequenten Erziehung zu beginnen! Am besten wird diese auf spielerische Art und Weise mit viel Spaß für beide Seiten vermittelt.

Eingewöhnung: Ein Hund zieht ein
Noch sitzt dieser wuschelige Fellball da, als könnte er kein Wässerchen trüben. Wir tippen: Nach der Eingewöhnung sieht das anders aus. ©oska25/iStock

10. Gehe mit Deinem Hund zum Tierarzt

Nach der ersten Eingewöhnungszeit solltest Du mit Deinem neuen tierischen Gefährten zum Tierarzt gehen. Bereite den ersten Besuch gut vor, um Deinem Tier dieses Erlebnis so positiv wie möglich zu gestalten.

Ideal ist es, wenn Du zunächst keine Behandlung vornehmen lässt und Deinem Tier die Arztpraxis nur zeigst. Ein paar Tage später lässt Du den Hund dann vom Tierarzt sorgfältig untersuchen. So kann er vielleicht bestehende Krankheiten erkennen und behandeln.  

Hund eingewöhnen – Extratipp

Liebe und herze Deinen Hund sein Leben lang. Zeige ihm, wie gern Du ihn bei Dir hast und wie schön es ist, einen vierbeinigen Freund an der Seite zu wissen. Dein Schwänzchenwedler wird es Dir danken und diese Liebe vorbehaltlos erwidern.

Und nicht vergessen:

  • Melde Deinen Hund bei der Stadtverwaltung an.
  • Schließe eine Hundehalterhaftpflichtversicherung ab, denn Du haftest für alle Schäden, die Dein Vierbeiner verursacht.
  • Gib den Nachbarn und dem Vermieter Bescheid, dass es Familienzuwachs gibt.

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