Katzenbabys: Wie erkenne ich das Geschlecht?

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Das Geschlecht bei Katzen erkennen: So geht’s. © iStock

Katze oder Kater? Welches Geschlecht hat das Katzenbaby? Mit diesen Tipps erkennen Sie ganz einfach selbst, womit Sie es zu tun haben.

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Das Geschlecht bei Katzen erkennen: So geht’s. © iStock

Junge Katzen sind immer niedlich. Aber die Kitten wachsen schnell heran. (Lesen Sie dazu auch: So wird aus dem Katzenbaby eine Katze.) Spätestens, wenn die ersten Jungkatzen in eine neue Familie wechseln, kommt die Frage auf, welches Geschlecht das Tier hat.

Der Tierarzt kann das bei Katzen im Nu erkennen, aber mit etwas Wissen können auch Katzenhalter schauen, ob ihr Liebling ein Kater oder eine Katze ist.

Schauen wir uns die wichtigen Unterschiede der Genitalien von Katzen einmal näher an. Dann erfahren Sie, welche Tricks und Tipps helfen, die Kätzchen stressfrei zu untersuchen.

Ab welchem Alter kann man das Geschlecht erkennen?

Bekommt eine Katze Babys, ist die Freude meist groß. Aber wie werden die Kätzchen aussehen? Und welches Geschlecht werden die Kleinen haben?

Je jünger die Kitten sind, desto unsicherer ist die Bestimmung, ob hier ein Kater oder eine Katze heranwächst. Die Geschlechtsorgane der Katzen sind winzig und die Unterschiede ebenfalls.

 

Doch natürlich möchten wir wissen, welches Jungtier nun männlich oder weiblich ist. Schließlich sollen die kleinen Fellbälle möglichst schnell schöne Namen bekommen. (Schöne Namen für Kater finden Sie übrigens hier. Schöne Namen für Katzen haben wir hier gesammelt.)

Ein Besuch beim Tierarzt ist nicht zwingend nötig, um das Geschlecht festzustellen. Wenn Sie sich vorab informieren, können Sie die verschiedenen Geschlechtsmerkmale der Katzen auch selbst herausfinden. Wenige Tage nach der Geburt ist es allerdings noch wenig sinnvoll, nach dem Geschlecht zu schauen, aber nach einigen Wochen und mit fortschreitendem Alter zeigen sich schon deutlicher die entscheidenden Unterschiede. Ab etwa 2 Monaten lässt sich der Unterschied deutlich erkennen.

Letzte Sicherheit kann man aber auch jetzt nicht garantieren. Wer unsicher ist, fragt beim Tierarzt oder einem geübten Züchter nach. Nicht nur in Sachen Gesundheit sind diese Experten gute Ratgeber: Sie können zwar auch einmal falsch liegen, haben aber aufgrund ihrer Erfahrung eine doch sehr hohe Trefferquote, was die Geschlechtsbestimmung angeht.

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  • Eilert-Overbeck, Brigitte (Autor)

So unterscheiden sich weibliche und männliche Genitalien bei Jungkatzen:

  • Bei Kätzchen sehen Sie unterhalb des Anus einen kleinen, senkrechten Schlitz. Der darüberliegende Darmausgang sieht zusammen mit dem weiblichen Genital wie ein kleines „i“ aus.
  • Beim Kater sehen wir unterhalb des Anus ein kleines, rundes Loch: Hier sehen die beiden Ausgänge in Kombination aus wie ein Doppelpunkt.
  • Ein weiterer Unterschied liegt in der Entfernung der beiden Öffnungen. Beim Kater ist der Abstand zwischen Anus und Geschlechtsteils etwas größer als bei der Katze. Hier hilft es besonders, wenn Sie mehrere Katzen miteinander vergleichen können.
  • Ab einem Alter von etwa 2 Monaten zeichnen sich beim jungen Kater die Hoden als kleine Erhebung zwischen Anus und Genitalöffnung ab. Ist hier nichts zu sehen, können Sie ganz vorsichtig mit einem Finger tasten: Hier lassen sich manchmal 2 erbsengroße Erhebungen fühlen. Sind sie nicht zu tasten, heißt das aber noch nicht, dass die Katze weiblich ist. Bei Jungtieren kann der Hoden durchaus noch weiter innen im Leistenbereich liegen.
  • Ein Jungtier, das 6 Monate oder älter ist, wird, wenn es weiblich ist, bereits Anzeichen von „Rolligkeit“ beziehungsweise Paarungsbereitschaft zeigen. Das tut sie, indem sie mit Urin markiert, sehr anhänglich wird, viel miaut, ihr Hinterteil in die Luft reckt und sich damit einem imaginären Partner anbietet.

Wie hängen Fellfarbe und Geschlecht zusammen?

Was hat die Fellfarbe mit dem Geschlecht zu tun? Erst einmal scheint diese Überlegung abwegig, doch sicherlich ist auch Ihnen schon aufgefallen, dass dreifarbige Kater selten sind. Und rote Samtpfoten haben meist keinen weiblichen Katzennamen, denn sie sind fast immer Kater. Das hat mit genetischen Bedingungen und den Gesetzen der Vererbung zu tun.

Dies ist kein in Stein gemeißeltes Gesetz, denn es gibt Ausnahmen. Aber die Verteilung bestimmter Fellfarben und Kombinationen ist doch so häufig, dass die Fellfarbe von Katzen ein erster Hinweis bei der Geschlechtsbestimmung sein kann. Das ist besonders hilfreich, wenn die kleinen Tiger noch sehr jung sind. Die Farbe ist schon wenige Tage nach der Geburt erkennbar. Die Unterschiede an den Genitalien können sich dagegen über Wochen hinweg dem Blick des Betrachters entziehen.

Dreifarbige Katzen und solche mit Schildpatt-Muster sind fast immer weiblich. Sie brauchen für ihre schöne Zeichnung eine bestimmte Chromosomen-Konstellation. Es müssen zwei X-Chromosomen vorhanden sein. Das ist nur bei weiblichen Tieren der Fall, männliche haben jeweils ein X und ein Y in ihrem Chromosomensatz.

Eine Ausnahme gilt für einen seltenen Gendefekt: Manche Kater haben drei Geschlechtschromosomen, und diese können aus zwei X und einem Y zusammengestellt sein. Dann ist ein dreifarbiger Kater möglich. Allerdings sind diese Tiere aufgrund ihres Gendefekts unfruchtbar.

Rote Katzen findet man ein wenig häufiger als dreifarbige Kater. Aber auch sie kommen nicht allzu oft vor. Um ein rotes Fell zu haben, braucht das Jungtier nämlich zwei Elternteile mit rotem Fell, was recht selten vorkommt. Darum gibt es zwar rothaarige Katzendamen, sie sind aber nicht die Regel.

Geschlecht der Katze bestimmen ohne Stress

Vor allem Tierärzte und erfahrene Züchter können bei einer jungen Katze das Geschlecht bestimmen und sicherer unterscheiden. Wenn Sie selbst nachschauen wollen, sorgen Sie für eine geeignete Umgebung, um die Katzen nicht unnötig zu stressen.

Die Jungtiere sind sehr kälteempfindlich und sollten immer in einer warmen Umgebung hochgehoben werden. Außerdem sollten sie nicht auf kalten Flächen, etwa Fliesen aus Marmor oder einer Metallfläche, abgesetzt werden. Auch nicht für kurze Zeit. Generell sollten die kleinen Kätzchen nur wenige Minuten von der Mutter entfernt werden.

Auch für das Muttertier bedeutet das Entfernen ihres Babys Stress pur. Der Geruch der kleinen Katzen verändert sich, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass sie das Kätzchen ablehnt und ausschließt. Daher sollten Jungtiere immer nur so kurz wie möglich von der Mutter entfernt werden.

Tipps und Tricks: Unterscheidung zwischen Kater und Katze

In wenigen Schritten und sorgsam durchgeführt lässt sich das Geschlecht der Kitten bestimmen. So sieht der genaue Ablauf in einzelnen Schritten aus:

  1. Zunächst wird das Kätzchen vorsichtig aufgehoben und sanft gestreichelt, bis es sich beruhigt. Dann wird es auf ein sauberes Tuch abgesetzt, mit dem Kopf vom Betrachter weg und mit dem Hinterteil dem Betrachter zugewandt.
  2. Nun kann vorsichtig der Schwanz des Jungtiers angehoben werden. Vorsicht: Nicht am Schwanz ziehen, dieser ist sehr empfindlich. Es kann leicht zu Verletzungen kommen.
  3. Sträubt sich das Katzenbaby gegen die Untersuchung, sollte es wieder zur Mutter zurückgesetzt werden. Manchmal hilft es, eine zweite Person als Hilfe dabeizuhaben, die das Tier auf dem Arm halten und streicheln kann.
  4. Nun können die Genitalien betrachtet werden. Sie liegen unterhalb der Öffnung unter der Schwanzwurzel, diese ist der Darmausgang.
  5. Bei der Unterscheidung kann der Vergleich mit den anderen Fellnasen aus dem Wurf helfen: So lassen sich kleine Unterschiede zwischen Kater und Katze besser feststellen.

Ob Katze oder Kater: Wir wünschen Ihnen mit Ihrem Mini-Tiger eine wundervolle Zeit! ♥

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Letzte Aktualisierung am 28.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen