Rasseporträt: Britisch Kurzhaar

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Die Britisch Kurzhaar wird auch kurz BKH genannt. © iStock

Mit ihrem sanften, anhänglichen Wesen gehört die Britisch Kurzhaar zu den beliebtesten Katzenrassen der Welt. Dank ihrer großen, runden Augen und ihrem kompakten Körperbau wirkt sie wie ein kleiner Plüschbär.

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Die Britisch Kurzhaar wird auch kurz BKH genannt. © iStock

Wie sieht die Britisch Kurzhaar aus?

Die Britisch Kurzhaar, kurz BKH genannt, ist eine mittelgroße Katze mit gedrungenem, massivem Körperbau und relativ kurzen, kräftigen Beinen sowie einem vergleichsweise kurzen Schwanz.

Auf den ersten Blick wirken Katzen dieser Rasse etwas pummelig. Das liegt aber auch an ihrem kurzen, dichten Fell, das sich unter der Hand schön flauschig anfühlt. Die BKH besitzt viel Unterwolle. In Fachkreisen spricht man von einem guten „crisp“, einem festen Griff.

Die felligen Katzen sind erst mit etwa 2 Jahren ausgewachsen. Die Kater erreichen dann ein Gewicht von bis zu 8 Kilogramm. Mit 4 bis 6 Kilogramm sind die Katzen deutlich leichter.

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Woher kommt die Britisch Kurzhaar?

Obwohl die gezielte Zucht der Britisch Kurzhaar erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann, zählt diese schöne Katze zu den ältesten Katzenrassen der Welt.

Wahrscheinlich stammen die Tiere von jenen Katzen ab, welche die Römer einst nach Großbritannien brachten. Bevor Züchter die ersten Exemplare der Rasse Britisch Kurzhaar im Jahr 1871 im Crystal Palace ausstellten, bevölkerten diese Katzen schon sehr lange die Bauernhöfe Britanniens.

Diese Kurzhaarkatze ist somit echt britisch. In ihrer Heimat trägt die Rasse den Namen „British Shorthair“. Sie ist das Pendant zur EKH, der Europäisch Kurzhaar.

So ging es mit der Zucht weiter

Wie in vielen Bereichen des Lebens litt auch die Zucht der Britisch Kurzhaar unter den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Der Bestand der Katzen reduzierte sich zunehmend, sodass es nötig war, gewöhnliche Hauskatzen und Perserkatzen zum Erhalt der Rasse einzukreuzen. Das trug zu jener Vielfalt bei, die wir heute an der BKH kennen und schätzen.

Die Kreuzungen hinterließen ihre Spuren nicht nur in der Farbgebung der Katze. Immer wieder gab es in den Würfen vereinzelt Kitten mit längerem Fell, deren Aussehen an Perser erinnerte.

Welche Farben hat die Britisch Kurzhaar?

Wenn Sie sich für eine Katze der Rasse BKH interessieren, profitieren Sie von einer riesigen Auswahl. Die hübsche Katze gibt es heute in fast allen erdenklichen Farbschlägen, sodass Sie bei den Kitten nahezu freie Wahl haben. Insgesamt sind mehr als 300 Nuancen anerkannt. Am bekanntesten ist wohl die „Whiskas-Katze“, eine Britisch Kurzhaar Silver Tabby mit wunderschön getigertem, silbergrauem Fell. (Die “Sheba-Katze” ist hingegen eine Kartäuser.)

Zu den Vollfarben der BKH gehören:

  • Schwarz
  • Blau
  • Weiß
  • Chocolate
  • Cinnamon
  • Fawn
  • Lilac
  • Creme
  • Rot

Die Katzen existieren in einfarbiger sowie gescheckter Variante, mit verschiedenen Tigerungen und auch mit Points. Point-Katzen sind Teilalbinos mit hellem, nahezu farblosem Körperrumpf. Schwanz, Pfoten, Ohren und Gesichtsmaske sind normal gefärbt.

Die Augen der Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar gefällt mit ihren großen, runden Kulleraugen, die dem pausbäckigen Gesichtchen ein Teddybär-ähnliches Aussehen verleihen.

Die Augen vieler BKHs leuchten in kräftigen orangefarbenen, bernsteinfarbenen oder kupferroten Nuancen. Das strahlende Gelb der Glotzerchen macht sogar schwarze Katzen zu etwas ganz Besonderem. (Diese 5 erstaunlichen Fakten über schwarze Katzen sollten Sie übrigens kennen.)

Bei den silberfarbenen Vertretern der Britisch Kurzhaar glitzern die Augen meist tiefgrün wie Smaragde.
Die der majestätischen Point-Variante funkeln Ihnen in einem magischen Blau entgegen.

Die BKH zählt deshalb völlig zu Recht zu den Katzenrassen mit den schönsten Augen. Faszinierend ist dabei jedoch nicht nur deren Farbe, sondern auch ihre Größe und Form.

Beliebte Varianten der BKH

Auf Grundlage der Britisch Kurzhaar entstanden im Laufe der Zeit weitere Katzenrassen, zum Beispiel:

  • Britisch Langhaar (BLH)

    Durch die Einkreuzung von Perserkatzen kamen immer wieder mal Katzen mit längerem Fell zur Welt. Diese bildeten die Grundlage für die Zucht der Britisch Langhaar, kurz BLH, British Longhair oder auch Highlander, Britannica oder Lowlander genannt.

  • British Blue

    Die British Blue ist die blaue Variante der BKH. Sie entstand durch eine Einkreuzung der Kartäuser, einer französischen Katzenrasse mit blauem Fell. Nach dem Krieg kam es zu einer Angleichung und Zusammenfassung beider Rassen. Eine Zeit lang trugen alle blauen Tiere der BKH den Namen „Kartäuser“.
    Erst im Jahr 1977 trennten sich beide Linien. Seitdem gibt es die Unterscheidung zwischen Kartäuser und British Blue.

  • Scottish Fold und Highland Fold

    Die Schottische Faltohrkatze ist eine weitere Spielart der BKH. Die Ohren sind bei dieser Katzenrasse nach vorne gekippt. Dieser genetischen Eigenart liegt eine Mutation zugrunde. Tiere mit dieser Mutation züchtete man gezielt ab den 1960er-Jahren in Großbritannien und später in den USA.

    1963 fielen aus der Verpaarung einer BKH mit einem faltohrigen Kater fünf Kitten mit besagter Genmutation. Das Interessante an der Sache ist, dass es sich bei den Elterntieren des Katers um ganz gewöhnliche Hauskatzen ohne Anomalien handelte.Die Zucht ist allgemein umstritten, auch wenn etliche Studien keine außergewöhnliche gesundheitliche Beeinträchtigung sehen. Um häufiger vorkommende Erbkrankheiten wie Knorpel- und Skelettabnormalitäten zu verhindern, verzichtet man aber zunehmend auf die Verpaarung zweier Faltohrkatzen und kreuzt diese lieber mit der BKH. In diesem Fall besitzen etwa die Hälfte der Kätzchen Faltohren. Jene mit Stehohren gleichen der BKH und heißen „Scottish Straight“. Bei der Highland Fold handelt es sich um die halblanghaarige Variante auf Basis der BLH.

Charakter der Britisch Kurzhaarkatze

Die BKH besitzt einen typisch britischen Charakter: Fremden gegenüber übt sie sich in vornehmer Zurückhaltung und bleibt dabei in der Regel sehr gelassen, aber reserviert. Sie ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen. Kurzum: Die aristokratisch wirkende Katze benimmt sich wie ein Royal stets höflich und souverän, wobei auch hin und wieder etwas Arroganz bei ihrem Charakter durchschimmert.

Doch dieser erste Eindruck täuscht. Wer die Britin näher kennenlernt, schätzt bald ihre freundliche, sanfte und sehr liebe Art. Viele Tierliebhaber, die einmal eine Britisch Kurzhaar besaßen, bleiben dieser Rasse ein Leben lang treu. Die BKH hat einfach einen bezaubernden Charakter und ist noch dazu pflegeleicht.

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Für wen eignet sich die Britisch Kurzhaar?

Die Britisch Kurzhaar eignet sich sowohl für die reine Wohnungshaltung als auch für den Freigang. (Lesen Sie dazu auch: Diese Dinge machen Wohnungskatzen krank.) Sie zeigt dabei ein gemütlicheres Temperament als viele herkömmliche Hauskatzen, ist aber lebhafter als eine Perser.

Dank ihres ausgeglichenen und unkomplizierten Charakters gehört die Britisch Kurzhaar zu den idealen Anfängerkatzen.

Die anpassungsfähigen Tiere kommen mit vielen unterschiedlichen Situationen zurecht. Sie sind die perfekten Gesellschafter für Einzelpersonen und Paare, leben aber auch gern in einer Familie mit Kindern.

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