Intelligenzspiele für Hund und Mensch in der Natur

Nicht nur wir Menschen können uns schnell langweilen. Auch unsere Hunde brauchen Unterhaltung und was fürs Köpfchen. Diese Outdoor-Intelligenzspiele wird Ihr Hund lieben.

© iStock

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Hunde sind von Natur aus neugierig und verspielt. Sie erspähen, wühlen mit ihrer Schnauze, graben mit den Pfoten und sind ganz heiß auf all die Reize, die sie draußen wahrnehmen. Das sollten Sie unbedingt spielerisch nutzen. 

Wofür das gut ist? Die Bindung zu Ihrem Vierbeiner wird gestärkt und Ihr Hund wird Sie für die gemeinsame Zeit noch mehr lieben! Außerdem fällt es Ihnen dadurch leichter, seinen Jagdinstinkt in geordnete Bahnen zu lenken. 

1. Apportieren

© Fotolia - Anna Auerbach

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Das Wichtigste, was Sie fürs Apportieren brauchen, ist Ihre eigene Begeisterung. Zeigen Sie Ihrem Hund, wie viel Spaß Sie dabei haben, wenn Sie den Dummy werfen und er ihn zurückbringt. Wenn nicht genug Euphorie in der frischen Luft liegt, wird er es merken und selbst die Motivation verlieren.

Werfen Sie den Dummy einige Meter von sich entfernt auf die Wiese. Die Aufgabe dabei ist, dass Ihr Hund diesen auf Kommando aufspürt, aufnimmt und Ihnen übergibt. Dabei wird er nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert, sobald Sie den Dummy einmal weiter werfen oder von Ihrem Hund ungesehen verstecken.

Diese Teamarbeit wird Ihr Verhältnis zueinander festigen und Ihr Hund wird Sie als starken Partner sehen, der so spannend ist, dass es sich lohnt, in seiner Nähe zu bleiben.

Das Apportieren wird nicht auf Anhieb klappen. Fangen Sie daher erst mit kleinen Einheiten und kurzen Entfernungen an. Ist Ihr Hund allein mit der Aufgabe des Laufens uns Bringens nicht zu motivieren, nutzen Sie einen sog. "Preydummy", den Sie mit Leckereien füllen und aus dem Sie ihn füttern, sobald er ihn artig gebracht hat. Dann weiß Ihr Hund das neue Spiel schnell zu schätzen.

2. Mantrailing

© Fotolia - Nicolette Wollentin

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Mit "Mantrailing" ist die Personensuche gemeint. Bei diesem Spiel wird der hervorragende Geruchssinn des Hundes benötigt.

Wir Menschen besitzen etwa 5 Millionen Riechzellen. Hunde je nach Rasse und Länge der Nase zwischen 120 und 220 Millionen! Dadurch sind sie in der Lage, auch selbst nach einigen Tagen noch eine alte Spur zu verfolgen.

Der Vierbeiner lernt beim Mantrailing die verschiedenen menschlichen Gerüche auseinanderzuhalten und trotz einiger Hürden die gesuchte Person zu finden.

Hierfür gibt man dem Hund z. B. ein Kleidungsstück der gesuchten Person, damit er deren charakteristischen Geruch, den sog. Individualgeruch, aufnehmen kann. Anhand der Duftmoleküle der Zielperson macht sich der Hund dann auf die Suche.

Da wir Menschen jede Minute tausende von Hautschüppchen verlieren, die direkt durch unsere Bewegungen verstreut werden, ist Mantrailing für Hunde echter Hochleistungssport. Doch egal wie schwer die Suche für den vierbeinigen Sherlock ist: Er wird immer wieder Spaß haben, etwas Suchen und Finden zu dürfen.

3. Agility

© Fotolia - scatto

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Beim Agility wird der sportliche Ehrgeiz Ihres Hundes geweckt. Der kleine Athlet wird körperlich und geistig sowohl gefördert, als auch gefordert.

Bevor Sie loslegen, empfehlen wir Ihnen den Check beim Tierarzt. Gehen Sie auf Nummer sicher und fragen Sie nach, ob dieses Spiel Ihrem Vierbeiner schaden kann bzw. ob er gesundheitlich dafür ausreichend fit ist. Wenn Sie grünes Licht erhalten haben, muss die Ausdauer und Muskelkraft des Hundes erst einmal aufgebaut werden. Dies können Sie z. B. durch Fahrradfahren oder Joggen erreichen.

Wenn der Vierbeiner ausreichend trainiert ist, bauen Sie ihm einen Parcours im Garten, im Park oder auf dem Hundeplatz auf. Dafür benötigen Sie: eine Agilty-Wippe, einen Sacktunnel, einige Hindernisse sowie Slalomstangen.

Ganz wichtig: Ihr Hund braucht klare Ansagen und Motivation. Lotsen Sie ihn durch den Parcours und sorgen Sie immer für seine volle Konzentration. Leckerlis dürfen da natürlich nicht fehlen. Jede Hürde, die er erfolgreich gemeistert hat, muss unbedingt belohnt werden. Ist Ihr Hund eher verspielt als verfressen, kann auch ein fliegendes Bällchen nach einem korrekt überwundenen Hindernis für die nötige Motivation sorgen. 

Ändern Sie die Reihenfolge der Hürden regelmäßig, damit Ihr Hund den Parcours nicht irgendwann auswendig kennt und einen Alleingang hinlegt. Abwechslung ist das A und O.