Das kostet eine Katze wirklich

Unsere unschuldigen Fellknäuel verschönern uns jeden Tag, können aber auch richtig ins Geld gehen. Das kostet eine Katze wirklich.

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Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Kein Wunder: Wer kann schon diesen großen Kulleraugen, dem weichen Fell und ihrem liebenswerten Eigensinn widerstehen? Da ist jeder Cent nur zu gern ausgegeben. Doch was kostet so eine Katze eigentlich wirklich?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ob Rassekatze oder nicht, jung oder alt, Freigänger oder Wohnungskatze - dies alles bestimmt, welche Ansprüche und Bedürfnisse Ihr Liebling hat. Und letztlich auch, was er Sie kostet.

1. Anschaffung

Zunächst kommen die Anschaffungskosten auf Sie zu. Entscheiden Sie sich für eine Rassekatze, fällt hier schon einmal deutlich mehr an. Auch bei einem Streuner aus dem Tierheim wird eine Schutzgebühr von rund 100 Euro (die Summe ist überall verschieden hoch) verlangt. Hinzu kommt noch eine gewisse Grundausstattung: Sie brauchen zwei Näpfe für Katzenfutter und Wasser, eine Katzentoilette mit Katzenstreu, einen Kratzbaum, einen Transportkorb, Spielzeug, einen Schlafplatz (es sei denn, Miezi nimmt in Zukunft das Sofa in Anspruch). Zusätzlich sollten Sie Tierarztbesuche, Impfungen und ggf. eine Krankenversicherung einplanen.

Einmalige Ausgaben:

Näpfe: ca. 10 Euro
Katzentoilette: ca. 10-40 Euro
Kratzbaum: ca. 20-60 Euro
Transportkorb: ca. 20-40 Euro
Katzenbett: ca. 10-40 Euro
Kastration: ca. 80-150 Euro
Implantation eines Mikrochips: ca. 20 Euro
Erste Impfungen: ca. 100 Euro

Damit kommen Sie allein mit der Anschaffung Ihres neuen Mitbewohners auf rund 270 bis 460 Euro, je nachdem für welche Produkte Sie sich entscheiden. Bei Freigängern können Sie den Kratzbaum unter Umständen weglassen und nicht jede Katze mag ein Katzenbett, Sie sollten diese wichtigen Dinge aber zumindest im Hinterkopf behalten. Besitzen Sie beispielsweise wiederum eine anspruchsvolle Langhaarkatze, kann es passieren, dass sie noch Zusatzkosten für Fellpflegeutensilien einplanen müssen.

Eine Kastration ist nicht verpflichtend, aber ratsam, da es ohnehin schon einen Überschuss an Hauskatzen gibt, der beispielsweise örtliche Vögelbestände bedroht. Hier variieren die Kosten je nach Tierarzt, beziehungsweise Geschlecht Ihres Lieblings.

2. Regelmäßige Kosten

Natürlich bleibt es nicht bei diesen einmaligen Kosten, übers Jahr hinweg will Ihr Liebling schließlich auch umsorgt und bespaßt werden. Rechnen Sie also mit fortlaufenden Kosten für Futter, Streu und Tierarztbesuche, sowie gelegentliche Ausgaben für Spielsachen, Leckerlis und Urlaubsbetreuung.

Regelmäßige Ausgaben:

Nahrung: ca. 20-100 Euro (pro Monat)
Katzenstreu: ca. 3-10 Euro (pro Monat)
Tierarzt: ca. 30-150 Euro (pro Jahr)
Krankenversicherung: ca. 200-300 Euro (pro Jahr)

Diese Zahlen hängen wieder stark davon ab, was für einen Lebensstil Ihr Stubentiger pflegt: Benutzt ein Freigänger das stille Örtchen im Garten, freut sich Ihr Geldbeutel, da weniger Katzenstreu nötig ist.

Das Gleiche gilt auch beim Futter: Je nachdem, ob sie mit viel Nass- oder Trockenfutter arbeiten und welche Marken sie kaufen, kommen Sie eher günstig oder eben teuer weg. Hier sollten Sie sich im Zweifelsfall am Geschmack Ihrer Samtpfote orientieren bzw. bei Erkrankungen mit einem Tierarzt Rücksprache halten, welche Nahrung für Ihre Katze ideal ist.

Tierarztbesuche hängen von Gesundheit und Alter Ihres kleinen Fellballs ab, regelmäßig notwendig sind aber vor allem für Freigänger Impfungen (Schnupfen: 1x 25-35 Euro, Tollwut: 1x 80-98 Euro, FeLV: 1 x 80-98 Euro) und Wurmkuren (Freigänger: 4x 6-12 Euro, Wohnungskatzen: 2x 6-12 Euro).

Eine Krankenversicherung ist nicht unbedingt notwendig. Im Ernstfall (z. B. bei einem Unfall) oder wenn aufwändige Operationen anstehen, kann sie sich wiederum lohnen. Auch die jährlichen Impfungen werden z. T. erstattet.

Unregelmäßige Ausgaben:

Katzenspielzeug: ca. 10-50 Euro (pro Jahr)
Urlaubsbetreuung:  ca. 10 Euro pro Tag bis 10 Euro die Stunde
Reisen: ca. 80-110 Euro
Körperpflege: ca. 10-30 Euro

Abgesehen von den regelmäßigen Ausgaben kommen hin und wieder Extrakosten auf Sie zu. Beim Spielzeug sollte das aber kein großes Problem darstellen, hier muss es nicht immer teuer sein. Wir haben viele preiswerte und beliebte Spielsachen in unserem Artikel zum Thema gesammelt.

Eine Urlaubsbetreuung oder Katzenpension kann relevant sein, wenn Sie in den Urlaub fahren und kein Nachbar oder Familienmitglied Zeit hat, nach Ihrem Schatz zu schauen. Katzenpensionen nehmen unsere felligen Lieblinge in der Regel schon für 10 bis 30 Euro am Tag, unter Umständen müssen Sie aber auch ein Stundengehalt einplanen - oder Miezi einfach mitnehmen. Das kann aber je nach Reiseziel auch Einiges kosten, da ein Reisepass, eine Tollwut-Impfung und eine Transportpauschale beim Fliegen gefordert werden.

3. Gesamtkosten

Schaffen Sie sich also eine Hauskatze an und achten Sie immer auf das günstigste Angebot, kommen Sie im Schnitt auf dieses Ergebnis:

Kosten: ca. 1.020 Euro im ersten Jahr (weitere Jahre rund 750 Euro)

Wollen Sie wiederum nur das Beste vom Besten, kann es auch deutlich teurer werden. 

Kosten: ca. 2.560 Euro im ersten Jahr (weitere Jahre rund 2.100 Euro)

Das sind die jeweiligen Extremwerte, die tatsächlichen Kosten liegen dazwischen. Bedenken Sie jedoch eines: Ihrer Katze ist es völlig egal, wie viel Geld Sie nun tatsächlich ausgeben, solange Sie für Ihre Gesundheit sorgen und sich liebevoll um sie kümmern.