Haustierwunsch – Was ist vor der Anschaffung zu bedenken?

Ein Hund oder eine Katze soll bei Ihnen einziehen? Wie wundervoll! Wir verraten, worauf Sie bei der Anschaffung achten müssen.

Sind Sie bereit auf Dinge zu verzichten, um einem Haustier gerecht zu werden? pixabay.com © StockSnap (CC0 1.0)

Noch sind Sie haustierlos und haben bisher immer nur mit dem Gedanken gespielt, vielleicht selbst einmal einen flauschigen Begleiter an ihrer Seite zu haben? Jetzt soll mit den reinen Gedankenspielen aber Schluss sein und der Hund oder die Katze soll tatsächlich ins Haus?

Dann sollten Sie auf keinen Fall überstürzt und aus einer „Welpenlaune“ heraus ins Tierheim oder zu einem Katzenzüchter rennen, denn die Anschaffung eines Haustiers sollte gut überlegt sein. (Sollten Sie es doch tun, achten Sie darauf, den Züchter bewusst zu wählen. So erkennen Sie einen seriösen Katzenzüchter.)

Der Zeit- und Kostenfaktor

Noch bevor Sie sich damit beschäftigen können, welches Haustier denn am besten zu Ihnen passen könnte, sollten Sie sich mit der Zeit und den Kosten auseinandersetzen, die die Anschaffung eines Haustiers mit sich bringt. Schreiben Sie sich dazu am besten einige Fragen auf und versuchen Sie diese ehrlich zu beantworten:

  • Wie viel Zeit bin ich bereit, täglich für mein Haustier aufzubringen?
  • Kann ich auf Hobbys verzichten, denen ich durch ein Haustier nicht mehr nachgehen kann?
  • Bin ich bereit, weniger spontan zu sein, weil mein Haustier mich an gewisse feste Zeiten (Futter, Gassi, Tierarzt usw.) bindet?
  • Welche fixen monatlichen Kosten kann ich mir für das Haustier leisten? (Was ein Hund kostet, lesen Sie hier. Wie viel Sie für eine Katze aufbringen müssen, können Sie hier erfahren.)
  • Bin ich bereit, an anderer Stelle zu sparen, um das Haustier gut versorgen zu können?

Was die Zeit anbelangt: Katzen kann sich fast jeder halten – auch, wenn er den ganzen Tag auf der Arbeit ist. Hundebesitzer haben es da nicht ganz so einfach. Hunde müssen mehrmals täglich raus. Für sie sollten Sie also deutlich mehr Freizeit mitbringen.

Man sagt übrigens, dass für eine Katze mehrere hundert Euro im Jahr zur Verfügung stehen sollten. Eine kleine Katze kostet vom eingetragenen Züchter rund 600 bis 1300 Euro. In Tierheimen wird eine Abnahmegebühr von rund 100 Euro fällig. Ein Hund kostet etwas mehr. Mit 1000 Euro im Jahr müssen Sie rechnen. Je nach Hunderasse können die Anschaffungskosten gleich hoch sein. Gegebenenfalls zahlen Sie aber durchaus auch über 1500 Euro für einen Rassehund mit Ahnentafel.

Ist der Haushalt überhaupt geeignet?

Manchmal passen der Haushalt und die wohnlichen Gegebenheiten einfach nicht mit einem Haustier zusammen. Während Kinder eigentlich gerade bei Katzen und Hunden weniger ein Problem darstellen (außer, es liegen Tierhaarallergien vor), sind andere Punkte zu beachten.

  1. Zwar können Vermieter die Haltung eines Haustiers nicht generell verbieten. Sollten die Störungen, die das Tier verursacht, aber zu groß sein, kann der Vermieter die Haltung im Einzelfall immer noch untersagen.
  2. Größere Hunde haben in kleinen Mietwohnungen nichts verloren, wenn nicht für einen entsprechenden Ausgleich mit Bewegung gesorgt wird.
  3. Katzen brauchen, gerade wenn sie nicht rauskommen, Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wohnung. Kratzbäume und andere Spielsachen sollten Platz finden.
  4. Jedes Tier braucht außerdem auch Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten.
  5. Wenn es Balkone oder Fenster in höheren Stockwerken gibt, müssen eventuell Netze oder Gitter angebracht werden, damit schwere Stürze aufgrund von neugierigem Entdeckungsdrang vermieden werden können.
  6. Einige Grünpflanzen sind für Tiere giftig (diese Pflanzen z. B. für Hunde und diese für Katzen). Diese sollten auf keinen Fall im Haushalt vorhanden sein.
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Jedes Tier braucht Rückzugsmöglichkeiten. unsplash.com © Nick Karvounis

Der richtige Umgang mit einem Haustier

Haustiere wollen gefüttert, gepflegt und geliebt werden. Zunächst einmal ist aber wichtig, dass Sie sich als Halter mit den wichtigsten Punkten beschäftigen. Das überlebenswichtige, die Nahrung, steht hier natürlich an erster Stelle.

Während Hunde etwa einen verträglicheren Magen haben, treten bei der Fütterung von Katzen häufiger Probleme auf. Vielen frischen Katzenbesitzern fällt es alleine schon schwer, gutes von schlechtem Futter zu unterscheiden. Daher sollte sich zu derlei Punkten gut informiert werden, denn eigentlich ist es einfach zu erkennen, woraus gutes Katzenfutter bestehen muss.

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Faulheit, was das richtige Futter, aber auch Fellpflege und Hygiene angeht, führen oft zu Krankheit und Unglück eines Haustiers.

Doch der richtige Umgang umfasst längst nicht nur die Fütterung und Pflege. Manche Katzen, vor allem aber auch viele Hunde sind verspielt und fordern ihre Besitzer. Neben Bewegung verlangen sie aber auch nach Zuneigung und möchten sich geborgen fühlen. Wenn Sie denken, diesen Verpflichtungen nicht gewachsen zu sein, sollten sie sich die Anschaffung eines Haustieres noch mal gut überlegen.

Hund oder Katze?

Zuletzt steht natürlich noch die Frage im Raum: Welches Haustier soll es eigentlich werden? Wir gehen einfach mal davon aus, dass auch Sie sich zwischen Hund und Katze entscheiden möchten. Natürlich sind auch Kleintiere, Fische und Vögel bei den Deutschen beliebt – im Vergleich zu Hund und Katze fallen sie aber, was die Zahlen angeht, weit ab. Deshalb wollen auch wir uns hier auf Hunde und Katzen beschränken.

Vor- und Nachteile von Katzen

Katzen sind hierzulande am weitesten verbreitet. Ganze 14,7 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Die große Beliebtheit der flauschigen Schmusetiger mag auch mit dem Komfort und der Bequemlichkeit zu tun haben. Nicht jeder hat Zeit, mehrmals täglich mit seinem Haustier nach draußen zu gehen, um eine Runde um den Block zu drehen oder in den Park zu gehen.

Katzen kommen durch eine Klappe alleine nach draußen und sie finden in der Regel auch wieder zum Haus zurück. Wer in einer gefährlichen Großstadt lebt, stellt einfach ein Katzenklo ins Bad – dann muss das Kätzchen gar nicht mehr unbedingt nach draußen. Wichtig ist in diesem Fall natürlich, darauf zu achten, dass Sie eine Katze kaufen, die für die Wohnung besonders geeignet sind. Wir empfehlen:

Auch wenn Katzen nicht so empathisch wirken, wie Hunde, werden sie doch oft als Tröster wahrgenommen. Wenn Herrchen oder Frauchen traurig ist, scheinen das Katzen zu spüren. Oft kuscheln sie sich dann an und schmusen, bis es dem Menschen wieder ein wenig besser geht.

Wichtig ist zu bedenken, dass Katzen aber nicht unbedingt so „treue Begleiter“ sind, wie das bei Hunden oft der Fall ist. Weder hören sie auf Kommandos, noch trotten sie ihrem Herrschen hinterher oder apportieren. Sie haben ihren eigenen Kopf und sorgen gerne auch mal für Unordnung im Haus.

Seien es Katzenhaare und Kratzspuren an Möbeln und der Kleidung und Haut oder auch einmal eine tote Maus vor der Tür – vor diesen Dingen dürfen Katzenbesitzer sich nicht gruseln.

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unsplash.com © Joe Caione

Vor- und Nachteile von Hunden

10,1 Millionen Hunde leben außerdem auch in deutschen Haushalten. Die Deutschen lieben es, dass Hunde solche guten Freunde werden können, die einem zeigen, wie sehr sie einen brauchen und lieben.

Hunde zwingen außerdem dazu, an die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen. Das wird von vielen Hundehaltern als positiver Nebeneffekt angesehen – die oft schlappohrigen Vierbeiner halten fit!

Was vielleicht auch gerade anfangs als Vorteil wahrgenommen wird, stellt sich bei einigen Hundebesitzern nicht selten am Ende als schwierige Aufgabe oder gar Last heraus: Ein Hund braucht viel Aufmerksamkeit. Während eine Katze sich auch einmal wochenlang nur mit Futter und Wasser zufrieden gibt und gar nicht unbedingt bespaßt oder gekuschelt werden möchte, verlangt ein Hund ständig nach Aufmerksamkeit. Zwei Stunden Beschäftigung mit den Vierbeinern am Tag sollte schon drin sein.

Wenn Sie sich noch unsicher sind, können Sie zumindest einmal einen Blick auf unsere Liste der fünf perfekten Hunderassen für Anfänger werfen. Mit ihnen kommen Sie sicherlich zurecht!

Abseits des Aufmerksamkeitsaspektes können Hunde, wie anfangs bereits erwähnt, deutlich teurer sein, als Katzen. Denn Futter, Haftpflichtversicherung, Hundesteuer und Tierarzt sind nicht günstig. Sie sollten also bereit sein, auf andere Dinge zu verzichten, wenn Sie sich einen Hund ins Haus holen. Denn ein Lebewesen hat nur die beste Fürsorge verdient!

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Letzte Aktualisierung am 8.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API